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Das Erwachen von Michael G. Manning

Reihe: Dunkle Götter, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Michael Manning lebt mit seiner Familie in Texas. Schon seit seiner Kindheit liebt er Science Fiction und Fantasy, so dass er sich später auch in der Kunst des Sofware-Designs und im Fantasy-Artwork versuchte, ehe er zum Schreiben fand. „Das Erwachen“ ist sein Debüt in Deutschland und gleichzeitig der erste Teil der Saga „Dunkle Götter“.

 

Mort wächst als Sohn eines Hufschmiedes in einem kleinen Dorf auf und ahnt noch nichts von seinem Erbe und seiner Bestimmung, bis eines Tages seltsame Kräfte in ihm erwachen, als er einen Pferd das Leben rettet. Von nun an ist nichts mehr, wie es einmal war, denn nicht nur sein Lehnsherr wird noch mehr auf ihn aufmerksam, als er es jetzt schon durch die Freundschaft seines Sohnes zu Mort ist, auch andere horchen auf.

Nach und nach findet der junge Mann heraus, dass er nicht nur ein einfacher Mensch ist, sondern wesentlich mehr – der Erbe eines alten Magiergeschlechts. Nur wenige Monate nach seiner Geburt wurden seine Eltern und Großeltern grausam ermordet, er konnte im letzten Moment in Sicherheit gebracht werden.

Mit seinen neu erwachten Kräfte spürt der Junge nun, dass die Gefahr für ihn und die Menschen, die er liebt und die ihn lieben, nicht vorbei ist. Während er noch lernt, seine Gaben zu verstehen und mit ihnen umzugehen, muss er sich schon bald einem ersten Widersacher stellen, der ihm überlegen ist. Der Adlige Devon nutzt nicht nur die Privilegien seines Standes aus, sondern dient einem ganz eigenen Herrn ... einem der Dunklen Götter, die sich anschicken, die Welt aufs Neue zu verderben.

 

Es scheint, als zöge George R. R. Martins „Ein Lied von Eis und Feuer“-Saga nun einen ganzen Rattenschwanz an Nachahmern hinter sich her, denn eine ähnliche Mischung findet man auch in Michael Mannings „Dunkle Götter“-Saga. Der erste Roman beginnt in einer Welt, die sehr stark an die Zeit der Rosenkriege erinnert, da auch die Namen dieser Zeit entlehnt zu sein scheinen. Nur wenige Elemente deuten darauf hin, dass der Leser sich nicht im irdischen Mittelalter befinden, kleine Details wie die Götter und Legenden.

Magie ist zwar zunächst nur eine Randerscheinung, weitet sich dann aber immer mehr zu einem wichtigen Handwerkszeug aus.

Weiter sollte man den Roman aber nicht mit der Erfolgsserie vergleichen, denn „Das Erwachen“ bleibt in einem kleinen Rahmen, arbeitet mit einer überschaubaren Zahl von Figuren und Intrigen. Die Struktur ist so gehalten, dass man sich eher wie in einem Jugendbuch fühlt, als in einem erwachsenen Fantasy-Abenteuer. Das liegt jedoch nicht nur an den jugendlichen Helden.

Alles in allem macht es sich der Autor nicht sonderlich kompliziert. Die geradlinige Handlung ist actionreich und unterhaltsam, aber nicht sonderlich komplex, die Figuren entwickeln gerade einmal genug Profil um Sympathien zu entwickeln und die noch ungelösten Geheimnisse reichen aus, um Neugier auf die Fortsetzung zu wecken.

 

Alles in allem erweist sich „Das Erwachen“ als solider Fantasy-Roman für Einsteiger, der flott und angenehm zu lesen ist, aber keine besonders hohen Anforderungen stellt. Vermutlich dürfte auch die ganze Reihe „Dunkle Götter“ zum Durchschnitt zählen, den Büchern, die auf einem Trend mitschwimmen, aber nicht wirklich aus der Masse heraus ragen werden, weil es keine Überraschungen gibt, die im Gedächtnis bleiben.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Das Erwachen

Autor: Michael G. Manning

Reihe: Dunkle Götter 1

Taschenbuch, 344 Seiten

Piper, Mai 2013

Übersetzer: Jürgen Langowski

 

ISBN-10: 3492702902

ISBN-13: 978-3492702904

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00BKXTW2S

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 01.01.2014, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13