Lyra wurde von ihrem Daemon Pan getrennt. Stattdessen wird sie von Malcoms Damon begleitet, der auch von diesem getrennt wurde. Natürlich streben beide nach einer Wiedervereinigung. Doch der stehen diverse Hindernisse im Weg, von denen die geografische Entfernung das geringste ist. Unterdessen versucht das Magisterium die Macht ganz an sich zu bringen und schreckt dabei auch nicht vor Waffengewalt zurück.
Aus Philip Pullmans His Dark Materials-Reihe kenne ich die ursprüngliche Trilogie wie auch die in Band 1 der The Book of Dust-Trilogie (Über den wilden Fluss) erzählte Vorgeschichte. Gerade Band 3 dieser Trilogie, auf den dieser 3. Band unmittelbar aufzubauen scheint, kenne ich allerdings noch nicht. In ihm muss es auch zur Trennung von Lyra und Malcom von ihren Daemonen gekommen sein. Und richtig erkannt: Malcom, der Junge aus der Vorgeschichte, der in der ursprünglichen Trilogie nicht vorkam, spielt hier eine wichtige Rolle, wobei er wie auch Lyra mittlerweile längst erwachsen ist.
Im Ganzen ist deutlich erkennbar, dass die Bände 1 bis 3 eine Einheit innerhalb der gesamten Reihe bilden, während die Bände der zweiten Trilogie eine andere darstellen. Hier im Finale wird nochmals auf Ereignisse aus allen 5 vorhergehenden Bänden eingegangen. Und auch wenn es zu keinem Friede-Freude-Eierkuchen-Ende kommt (das sei schon vorweggenommen), ist dem Autor die extreme Abneigung gegen Happyends, wie sie in den Bänden 1 bis 3 von »His Dark Materials« deutlich wurde, anscheinend verloren gegangen. Zumindest findet die Reihe ein relativ versöhnliches Ende, auch wenn manches leider offen bleibt.
Der Stil des Autors ändert sich natürlich nicht entscheidend. Der erzählerische Fokus wechselt zwischen Lyra, Malcom und einer ganzen Reihe weiterer Charaktere hin und her. Auch die Hörbuch-Umsetzung kann überzeugen.