Das Geständnis des Charles Linkworth (Autor: E. F. Benson; Gruselkabinett 194)
 
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Das Geständnis des Charles Linkworth von E. F. Benson

Reihe: Gruselkabinett Folge 194

Hörspiel

 

Rezension von Cronn

 

Fast zweihundert Folgen sind inzwischen in der Reihe Gruselkabinett von Titania Medien erschienen. Nahezu zweihundert Hörspiele, welche alle Facetten des Themas abdecken. Dabei sind Klassiker wie Bram Stoker oder Edgar Allan Poe ebenso dabei gewesen, wie eher unbekannte Autorinnen und Autoren.

 

Mit E. F. Benson ist allerdings kein Unbekannter nun am Start. Seine Erzählung Die Turmstube zählt zu den Klassikern der viktorianischen Spukgeschichte und wurde als Die unheimliche Turmstube (Folge 178) bereits bei Titania Medien adaptiert. Nun ist sein Werk Das Geständnis des Charles Linkworth an der Reihe. Wie gelungen es umgesetzt wurde und wie ansprechend das Material selbst ist, soll die nachfolgende Rezension aufzeigen. Zunächst zum Inhalt.

Inhalt

London 1912: Ist der verurteilte Mörder Charles Linkworth in Wahrheit unschuldig? Nach dessen Hinrichtung wird der zuständige Gefängnisarzt von Erscheinungen gepeinigt, die er sich nicht erklären kann. Schnell wird klar, dass der Verbrecher gar nicht so tot ist, wie es den Anschein hatte – und dass er noch eine Rechnung im Diesseits zu begleichen wünscht …

Kritik

»Das Geständnis des Charles Linkworth« ist ein Stoff, der auch gut zu einem Kriminalhörspiel gepasst hätte, wenn einige Anpassungen vorgenommen worden wären, denn hier dreht sich alles um ein Verbrechen und dessen Aufdeckung.

 

Doch der Verbrecher wird gleich zu Beginn gehängt und erscheint nun als flüsternde Stimme oder geisterhafter Schemen dem Gefängnisarzt.

 

Die Geschichte kommt anfangs stimmungsvoll daher, verfällt aber schon nach kurzer Zeit in ein eher langwieriges Geplänkel von Spukstilmitteln, die man schon des Öfteren gesehen hat. Schließlich geht sie über in ein lange Passage aus Sicht des Gespenstes erzählt, die wenig überraschend ist.

 

Erschwerend kommt hinzu, dass auch die musikalische Umsetzung einige Dämpfer verpasst. So überdeckt sie in manchen Passagen das Geschehen, was unangenehm klischeehaft wirkt.

 

Die Stimmen von Valentin Stroh, Glenn Goltz, Bert Stevens, Bodo Primus, Marie Bierstedt, Petra Nadolny, Leon Reichert, Herma Koehn, Lutz Reichert, Uschi Hugo, Marc Gruppe und Jennifer Rohde bemühen sich redlich, teils mit beachtlichem Erfolg. Allerdings ist die Stimme des Gefängnispastors nicht stimmig und würde mit ihrer Kratzigkeit und Rauheit eher zu einem Verbrecher passen.

Fazit

»Das Geständnis des Charles Linkworth« ist ein Hörspiel, das nicht die gesetzten Standards von Titania Medien erreichen kann, was vor allem am Stoff liegt, aber auch an kreativen Entscheidungen der Macher.

Sprecher·innen:

Dr. Teesdale: Valentin Stroh

Charles Linkworth: Glenn Goltz

Mr. Dawkins: Bert Stevens

Wärter Draycott: Bodo Primus

Ellen Linkworth: Marie Bierstedt

Mrs. Linkworth: Petra Nadolny

Mr. Carmody: Leon Reichert

Mrs. Parker: Herma Koehn

Mr. Parker: Lutz Reichert

Vermittlung: Uschi Hugo

Henker: Marc Gruppe

Frau: Jennifer Rohde

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Hörspiel:

Das Geständnis des Charles Linkworth

Reihe: Gruselkabinett Folge 194

Original: The Confession of Charles Linkworth, 1912

Autor: E. F. Benson

Buch: Marc Gruppe

Produktion und Regie: Stephan Bosenius und Marc Gruppe

Mastering: Michael Schwabe, Monoposto

Titania Medien, 26. September 2025

 

ISBN-10: 3785787111

ISBN-13: 9783785787113

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 17.11.2025, zuletzt aktualisiert: 17.11.2025 12:54, 25445