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Das Gift des Engels von Mark Terry

Rezension von Sabrina Köhler

 

Dr. Derek Stillwater arbeitet nach seinem Dienst in der amerikanischen Armee als Troubleshooter für den Heimatschutz der Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Als in einem Laboratorium, das eigentlich Impfstoffe gegen bekannte Viruserkrankungen und biologische sowie chemische Kampfstoffe herstellt, eine große Menge eines völlig neu gezüchteten Supervirus namens „Chimera 13“ gestohlen wird, bittet der Heimatschutz Derek den Auftrag zu übernehmen und das gestohlene Material zurückzubringen.

Derek nimmt den Auftrag, trotz seiner permanenten Gedanken an eine Kündigung und den wohlverdienten Ruhestand, an und macht sich an die Arbeit.

 

Chimera 13 wurde einzig zu Forschungszwecken erschaffen. Einfach nur um zu erfahren ob es machbar ist ein Supervirus im Labor selbst zu züchten.

Und es gelang. Chimera 13 hat eine Sterblichkeitsrate von 100% zur Folge, die Krankheit verläuft innerhalb von 24 Stunden tödlich. Der Tod ist qualvoll und schmerzhaft.

Bei dem Versuch einen Impfstoff für Chimera zu entwickeln infiziert sich die einzige Wissenschaftlerin die bei der Erschaffung des Virus dabei war durch einen Unfall selbst. Sie erfährt so am eigenen Leib wie schnell und wie gefährlich das Virus tatsächlich ist.

 

Umso dringender ist es für alle beteiligten das Virus zurückzubekommen und zu vernichten, bevor die Terroristengruppe, die sich selbst „Fallen Angels“ nennt, es gegen die Zivilbevölkerung einsetzen kann, was unweigerlich zu einer Pandemie führen würde (eine länder- und kontinentübergreifende Erkrankung wie z.B. Pocken, Pest, AIDS).

 

Derek stößt bei seinen Ermittlungen auf todgeglaubte Schatten aus seiner Vergangenheit, auf Verräter in den eigenen Reihen und Helfer, die er nicht erwartet hatte.

Die Terroristen spinnen um ihren Anführer ein Netz aus Lügen, Verrat und Fallen, das Derek von einer brenzligen Situation in die nächste schickt.

 

Nach einem Gasangriff auf das weiße Haus, ausgeführt von Verrätern in den eigenen Reihen, eskaliert die Situation immer mehr und Derek kommt bald an die Grenzen dessen, was er leisten kann. Und die Zeit läuft ihm davon.

Der Autor schafft es den Leser bereits nach wenigen Seiten an die Handlung des Thrillers zu fesseln. Der ganze Roman spielt im großen und ganzen innerhalb von 24 Stunden, die Action ist filmreich und lässt kaum nach.

Zwar werden die Charaktere nicht allzu genau beleuchtet, es reicht jedoch vollkommen aus um von jedem einen angemessenen Eindruck zu erhalten und sie während der Handlung entsprechend einzuschätzen.

Aufgrund seiner eigenen Kenntnisse in den Bereichen Biotechnologie und Bioterrorismus gelingt es Mark Terry sehr gut einen glaubwürdigen Handlungsfaden zu spinnen. Ebenso geht er auf bereits geschehene Anschläge ein, wie den Saccharin Gas Anschlag in der Tokjoter U-Bahn oder die Flugzeuganschläge des elften September. Abgesehen von der teils hektischen Handlung des Buches bekommt man das Gefühl der Autor spiele ein Szenario durch, das so durchaus früher oder später eintreten könnte.

 

 

Fazit:

Alles in allem ein wirklich gelungenes Buch das keine Langeweile aufkommen lässt und hervorragend zu lesen ist. Trotz der enormen Menge an Charakteren behält der Leser gut den Überblick und bleibt während der sich stellenweise überschlagenden Handlung auf dem laufenden.

Man kann durch Aufbau und Thema des Buches durchaus Parallelen zu anderen Autoren ziehen, wie z.B. Dan Browns Thriller Sakrileg oder Illuminati oder auch manche Werke von Stephen King.

Mark Terry hat einen wirklich mitreißenden Thriller geschaffen, der den Leser an sich fesselt und der im nachhinein durchaus zum Nachdenken anregt.

Ein wirklich gelungenes Buch mit einer hoffentlich genau so guten Fortsetzung in „The serpents kiss“ (Gifthauch; Erscheinungstermin September 2009)

 

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Das Gift des Engels

Autor: Mark Terry

Broschiert: 413 Seiten

Verlag: Luebbe Verlagsgruppe; Auflage: 1 (16. September 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3404159071

ISBN-13: 978-3404159079

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.01.2009, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 15:57