Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Das Gift des Engels von Mark Terry

Rezension von Christel Scheja

 

Nach der Zerstörung des „World Trade Centers“ ist den Amerikanern eines klar geworden: Sie sind nicht einmal mehr in ihrem Heimatland vor Anschlägen sicher. Und diese müssen nicht unbedingt durch Bomben erfolgen. Das bewiesen auch die späteren Versuche, Menschen mit Anthrax zu vergiften.

Seither sind die Sicherheitsvorkehrungen weltweit verschärft worden. So sehr wie die Paranoia in der Öffentlichkeit gewachsen ist, steigt auch das Interesse an solchen Themen in Filmen und Romanen.

Mark Terry ist einer der jungen Autoren, die die Zeichen der Zeit ausnutzen wollen. „Das Gift des Engels“ spielt mit einem durchaus möglichen Szenario.

 

Eigentlich hatte Dr, Derek Stillwater Ph.D. nach dem ersten Irak-Krieg seinen Job als Spezialist für biologische und chemische Waffen an den Nagel gehängt, weil er in seiner Zeit im Nahen Osten und in den Jahren danach zu viel Grauen gesehen hat.

Nun aber bittet ihn die Homeland Security etwas zu unternehmen. Ein Überfall wurde auf das Immunological Research Center in Baltimore verübt und die Zeichen deuten klar darauf hin, das Terroristen am Werk waren und genau wussten, nach was sie gesucht haben. Sie haben einen infektiösen Wirkstoff der Gefahrenstufe 4 an sich gebracht, Codename „Chimera 13“ gegen des es noch kein wirklich verlässliches Gegenmittel gibt.

Der Stoff wurde eigentlich entwickelt um Feinde des Landes zu töten – nun droht er zu einem verheerenden Mittel gegen die eigene Bevölkerung zu werden.

Und zu allem Überfluss steckt sich auch noch eine Kollegin durch eine kleine Schnittwunde mit dem Virus an.

Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Virus tötet innerhalb von 24 Stunden. Derek Stillwater muss nicht nur dafür sorgen, dass die Forscherin am Leben bleibt, sondern auch den Verbleib der gestohlenen Reagenzien ermitteln, um eine Katastrophe zu verhindern.

Dabei stellt sich heraus, dass weitaus mehr als nur eine Terror-Zelle hinter dem ganzen Komplott steckt und er selbst mehr in alles verwickelt ist als er denkt, da er einen seiner Gegenspieler wiederkennt, als er diesen erstmals begegnet.

Ausgerechnet ein totgeglaubter Kameras aus Kriegstagen ist federführend in dem Krieg hinter den Kulissen und droht über Leichen zu gehen. Auch die von Derek

 

„Das Gift des Engels“ fängt so spannend an, wie es aufhört. Filmreif szenisch schildert Mark Terry den Kampf des Spezialisten gegen die Zeit, seine Feinde und nicht zuletzt gegen die verzwickte Bürokratie. Dabei spart er nicht an Action und Emotionen, übertreibt lieber noch ein wenig bevor er bereit ist zurück zu stecken. Man merkt, dass er selber einige Erfahrungen in diesem Bereich hat, da einiges sehr glaubwürdig klingt und wohl durchdacht ist.

Kleinere Schwächen in der Dramaturgie überdeckt er einfach damit, dass er seinen Lesern keinen Raum zum Nachdenken gibt und auch die Figuren sind nur so weit ausgearbeitet, dass sie ihre Funktion in der Geschichte erfüllen, aber nicht unbedingt mehr.

Heraus kommt eine Story, die eines Thrillers durchaus würdig ist. Sie spielt mit den gängigen Klischees, ohne sie neu zu definieren oder zu übertreiben und stellt die Spannung in den Vordergrund.

 

Wenn man also nicht unbedingt all zu viel Tiefgang oder Hintergrund erwartet, kann man sich durch „Das Gift des Engels“ spannend unterhalten lassen.

 

Eure Meinung:


Keine Einträge
Keine alten Kommentare vorhanden.

Zum Seitenanfang

Platzhalter

Das Gift des Engels

Autor: Mark Terry

Broschiert, 414 Seiten

Bastei Lübbe, erschienen September 2008

Übersetzung aus dem Englischen von Michaela Link

Titelbild von Arne Krüger

ISBN-10: 3404159071

ISBN-13: 978-3404159079

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 25.11.2008, zuletzt aktualisiert: 31.05.2019 18:27