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Das Glück Saramees von Christoph Weidler (Hrsg.)

Reihe: Saramee

Rezension von Christel Scheja

 

Saramee ist nicht nur eine Fantasy-Stadt, sondern auch der Hintergrund für eine Shared World, die zuvor nur von einem festen Autorenteam betreut wurde, nun aber auch andere dazu einlädt, an der Magie der Welt teilzuhaben. So ist „Das Glück Saramees“ bereits die zweite Anthologie, in der namhafte und unbekannte Autoren der Stadt eine weitere abenteuerliche Facette geben.

 

Vierzehn Geschichten zeigen die unterschiedlichen Gesichter der Stadt, ihrer Menschen und der näheren Umgebung. In der Titelgeschichte „Das Glück Saramees“ zeigt Stephan R. Bellem wie falsch ein junger Mann liegen kann, als er in der Stadt nach seinem Glück sucht. Aber diese hat ein einsehen und das Schicksal zeigt ihm einen anderen Weg.

„Mit Brief und Siegel“ arbeitet eine Schreiberin in Katja Brandis’ Geschichte normalerweise. Doch als sie einer Verschwörung auf die Spur kommt, geht sie einen ganz anderen Weg und zeigt, dass auch sie ein Geheimnis hat.

„Abu Risas zweite Chance“ tut sich auf, als ihm ein junger Mann eine besondere Pflanze anbietet. Andrea Tillmanns geht der Frage nach, ob der Arzt über seine Ambitionen stolpert oder vielleicht doch einmal das richtige tut.

Michael Schmidt macht in „Der Glanz der Durtone“ deutlich, dass Gold nicht unbedingt immer glücklich macht, vor allem wenn es so belastet ist wie diese Münzen.

Wer „Das 226. Elixir“ braut wird unter den Giftmischern und Alchimisten vom Lehrling zum Meister. Allerdings weiß Tobias Radloff deutlich zu machen, das manchmal auch eine Falle dahinter stecken kann.

Markus K. Korb begrüßt in „Turm der Fallen“ seinen alten Helden Kronn wieder, der wieder einmal unter Goldmangel leidet, und deshalb einem „todsicheren Tipp“ folgt, auch wenn er es eigentlich besser wissen sollte.

 

Dies sind nur einige der Geschichten, die sowohl in Stil als auch in Inhalt sehr abwechslungsreich sind. Man begegnet nicht nur alten Helden wieder sondern macht auch neue Entdeckungen. Dann wieder ist alles neu außer der Atmosphäre, die Saramee besitzt, dann wieder erkennt man Anklänge zu früheren Erzählungen.

Die meisten Autoren bieten eine klassische Abenteuerhandlung mit einer Pointe. Manchmal gehen sie auch andere Wege, denn da versteckt sich zum Beispiel die Handlung in einem Monolog, dann wieder gibt es augenzwinkernde Anspielungen auf gewisse Superhelden.

Alles in allem sind die Geschichten sehr sorgfältig ausgewählt und zusammengestellt, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Sie wurden zudem sehr stimmungsvoll von Chrissie Schlicht illustriert, so dass der ganze Band wie aus einem Guss wirkt.

 

Vorkenntnisse sind übrigens nicht von Nöten – die Stadt erschließt sich durch die Geschichten von selbst und bietet für jeden Fantasy-Fan spannende Unterhaltung.

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Das Glück Saramees

Serie: Saramee

Herausgeber: Christoph Weidler

Atlantis Verlag, erschienen Oktober 2009

A5 Paperback, 170 Seiten

Titelbild/Innenullustrationen: Chrissie Schlicht

ISBN-10: 3941258176

ISBN-13: 978-3941258174

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 03.08.2010, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13