Die Abyss-Arkaden, eine riesige, komplett unterirdisch angelegte Mall, soll Wraithfields neue Attraktion werden. Entsprechend groß ist der Andrang bei der Eröffnung. Auch Bob Clark und seine Frau wollen sich das nicht entgehen lassen. Doch dann kommt es zur Katastrophe: Eine Explosion bringt die Arkaden zum Einsturz, fast alle Besucher werden verschüttet. Bob ist einer der wenigen Überlebenden. Obwohl die Behörden jede Hoffnung aufgeben, glaubt Bob fest daran, dass seine Frau noch lebt, und beginnt illegal, in die Tiefen vorzudringen.
Von Marshall Flynn kannte ich bisher die Bände 1 und 2 des Horror-Mehrteilers Der Fluch von Everly Falls. Da es innerhalb der Handlung von Band 2 einen Querverweis auf dieses Buch gibt, erwartete ich, es hier ebenfalls mit dem Horror-Genre zu tun zu haben. Das erwies sich aber als nicht ganz richtig. Hier haben wir es vielmehr mit einem Mystery-Thriller mit (Dark-)Fantasy-Elementen zu tun.
Dass wir es mit Vampiren zu tun kriegen, erfährt der Leser (natürlich im Gegensatz zum Protagonisten) bereits im Prolog. Die Zusammenhänge zur Katastrophe im Einkaufszentrum bleiben allerdings auch dem Leser länger verborgen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Charakteren ist uns Lesern deshalb auch klar, dass die Beobachtungen des in seiner Kindheit traumatisierten Protagonisten nicht dessen Einbildung sind. Die Frage, die für Spannung sorgt, ist vielmehr, wie die Geschichte für ihren Protagonisten ausgeht.
Der Autor lässt seinen Protagonisten Bob in der Ich-Form berichten. Sie Spannung baut sich dabei erst langsam auf und nimmt dann immer weiter zu.