Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Das Labyrinth der Götter von Pierre Grimbert

Reihe: Die Krieger, Bd.5

Rezension von Christel Scheja

 

Das Geheimnis der Insel Ji mag zwar in der Tetralogie „Die Magier“ gelöst worden sein, doch dessen Schatten liegt immer noch über dem Leben der Erben und ihrer eigenen Nachfahren und holt sie gut dreißig Jahre nach ihren Abenteuern wieder ein, denn noch immer treibt der von dem Schwarzmagier Saat freigelassene Dämon Sombre sein Unwesen.

 

Alles beginnt damit, dass diejenigen, die das Geheimnis der Insel der Götter kennen, eines Tages von einem Unbekannten entführt werden. Ihre Kinder machen sich kurzentschlossen auf die Suche nach ihnen und müssen feststellen, dass sie fast nichts über die Gründe wissen und allenfalls nur ahnen können, dass ihre Eltern sich Feinde gemacht haben, die nur all zu menschlich sind und ihr eigentlicher Gegner sehr gefährlich ist.

Doch nach vielen Abenteuern und Gefahren, in denen sie auch viel über sich selbst und ihre eigene Bestimmung lernen, enträtseln sie endlich das Geheimnis der Pforte und es kommt zu einem großen Wiedersehen mit den Entführten.

Dennoch können sie nicht ruhen, denn noch immer ist Sombre frei und versucht sie zu vernichten. Deshalb müssen sie nun selbst etwas unternehmen und sich ihm stellen. Überraschenderweise ist es ausgerechnet Cael, der einen alten Fluch in sich trägt, der die Schlüsselrolle in dem Kampf in einer alten Tempelruine spielt, denn auf der Insel der Götter hat er endlich erfahrne, was ihn so anders macht und warum er geboren wurde.

Auch die anderen tun ihren Teil dazu, um die Welt zu retten – wie schon einmal ihre Eltern es taten.

 

Überraschend unspektakulär wirkt der Showdown in diesem letzten und abschließenden Band der Saga um „Die Krieger“. Das liegt vermutlich daran, dass die Helden auf der Insel der Götter schon zu früh zu viel erfahren und die Vernichtung von Sombre letztendlich nur eine Pflichtübung wird.

Pierre Grimbert führt die Fäden seiner Geschichte zwar sauber zusammen und gibt damit auch Versatzstücken Sinn, die vorher im Raum standen, aber wirklich aufregend oder gar mitreißend erzählt ist das ganze nicht.

Tatsächlich ist der komplexe Hintergrund der Welt noch das Interessanteste an der Saga, denn wie schon bei „Die Magier“ bleiben die Figuren blass und distanziert, auch wenn er sie durch Alltäglichkeiten lebendig zu machen versucht. Das will aber nicht so recht gelingen, da er zu sehr an der Oberfläche kratzt.

Alles in allem geht es in dem Roman zwar etwas actionreicher zu als in seinen Vorgängern und durch die Zusammenführung der Handlungsstränge wird so einiges klarer, aber wirklich spannend wird das Buch dadurch nicht.

Allein die Atmosphäre weiß durch ihre Exotik ein wenig zu punkten, aber das reicht nicht aus, um den Leser an die Geschichte zu fesseln.

 

Alles in allem ist „Das Labyrinth der Götter“ ein solider und sauberer Abschluss der Saga, der die Geschichte ordentlich auflöst, dennoch kommt er aufgrund der fehlenden Spannung über ein Mittelmaß nicht hinaus.

 

Zum Seitenanfang

Eure Meinung:


Keine Einträge
Keine alten Kommentare vorhanden.

Zum Seitenanfang

Platzhalter

Das Labyrinth der Götter

Reihe: Die Krieger, Bd. 5

Autor: Pierre Grimbert

Klappbroschur 382 Seiten

Heyne, erschienen August 2010

Übersetzung aus dem Französischen von Sonja Finck und Nadine Püschel

Titelbild von Lee Gibbons & Paolo Barbieri, Karte von Andreas Hancock

ISBN-10: 3453525876

ISBN-13: 978-3453525870

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 25.09.2010, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13