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Das letzte Kommando von Dan Abnett

Reihe: Warhammer 40.000

Rezension von Thomas Götz

 

Inhalt

Im einundzwanzigsten Jahr des Sabbatwelten-Kreuzzugs toben die Kämpfe immer noch unerbittlich. Kommissar Ibram Gaunt kehrt unerwartet von seiner langen, entbehrungsreichen Mission hinter den feindlichen Linien Gereons zurück. Doch er muss feststellen, dass sein Regiment, das Erste und Einzige Tanith, in eine andere Einheit der imperialen Armee eingegliedert wurde und unter der Führung eines fremden charismatischen Kommandanten steht. Im Angesicht der Bedrohungen durch die feindlichen Chaos-Mächte erscheint es für Gaunt beinahe aussichtslos, den Befehl über sein altes Regiment zurückzugewinnen. Er stellt sich seiner bisher schwersten Schlacht…

 

 

Kritik

Routine-Schreiberling Dan Abnett kennt sich nicht nur in Warhammer aus, sondern, selbstredend, auch bei den von ihm geschaffenen "Geistern" - und genauso routiniert ist dieses Buch geschrieben, denn wer bereits die Vorgänger kennt, der wird keine Schwierigkeiten haben, sich sofort wieder in die Geschichte einzufinden und die Handlungen der Charaktere zu verfolgen.

 

Nachdem im Vorgänger ja ein Teil der Geister für Jahre auf Gereon gestrandet war, setzt der vorliegende Band zwei Jahre später an: Den Geistern ist die Flucht endlich gelungen aber das Erste Tanith gibt es nicht mehr.

 

Und nicht nur das haben die Rückkehrer auch große Reintegrationsprobleme, welche auch zuweilen recht gut beschrieben werden, wobei sich aber auch gleich der Erste Nachteil auftut: Ein Großteil des Romans beschränkt sich auf Gaunt und was er tut oder tun muss, um zu den Geistern zurückzukehren. Interessanterweise könnte man übrigens aufgrund des Titels vermuten, das alle sterben müssen, aber "Das letzte Kommando" bezieht sich erfreulicherweise nicht auf Gaunt.

 

Die Story um Gaunt ist zwar spannend zu verfolgen, nichtsdestotrotz wären mehr Einblicke in das Alte Regiment (das ja unter einem neuen Kommandeur dienen muss) sowie auch in die Seelen der 'Rückkehrer' wünschenswert gewesen. Diese werden zuweilen in wenigen Sätzen abgehandelt, was doch etwas enttäuschend ist.

 

Ebenso ist ein wenig vorhersehbar, das es wiederum Gaunt sein wird, der "Den Tag rettet". Nun gut, klar denkt man als Leser, das er irgendwie die Geister wiederbekommen muss, das es aber quasi ein wiederkehrender Mann ist, der den anderen bei diversen Gelegenheiten zeigt, "Wie man es macht" und damit auch noch recht hat, ist ein zweiter Negativpunkt.

 

Freundet man sich damit aber an bekommt man eine recht spannende Story erzählt, gewürzt mit den üblichen blutigen Kampfszenen im WH40K-Stil, in dem es auch um Warpportale geht (welche aber etwas in den Hintergrund geraten, hier hätte man sich vor allem am Schluss auch noch etwas mehr Einblicke gewünscht, war doch der Mystik-Anteil in Abnetts Büchern bislang immer mit am Interessantesten).

 

Davon allerdings abgesehen legt die Handlung ein gutes Tempo vor, was wie bereits erwähnt, zur Spannung beiträgt und dieses Buch durchaus lesenswert macht.

 

Da es zwar ein Happy - aber dennoch ein offenes - Ende gibt, darf man auf etwaige Fortsetzungen gespannt sein.

 

 

Fazit:

Einige Storymässige Mängel, mit denen man sich anfreunden muss, davon abgesehen aber lesenswert.

 

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Buch:

Das letzte Kommando

Reihe: Warhammer 40.000

Autor: Dan Abnett

Broschiert: 430 Seiten

Verlag: Heyne (März 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3453522249

ISBN-13: 978-3453522244

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 02.03.2007, zuletzt aktualisiert: 07.06.2019 15:11