Finn, Priya und Archie leben in Ashworth Green, einem Vorort Bristols, in dem nichts los ist. Ein Lichtschein in einem seit langem aufgegebenen Badehaus ist da schon eine aufregende Beobachtung. Die Kids, die kein besonders interessantes Leben haben, beschließen, der Sache gemeinsam auf den Grund zu gehen.
C. J. Whitmores Jugend-Abenteuer fällt für dieses Genre außergewöhnlich ruhig aus. Ansatzweise Action findet sich nur an einer einzigen Stelle der Handlung. Die 3 Protagonisten, 2 Jungen und 1 Mädchen, 13, 12 und 13 Jahre alt, führen ein eher abwechslungsarmes Leben. … womit wir allerdings bei einem Schwachpunkt der Geschichte wären. Während der Leser von Priyas Leben und Familie zumindest einiges erfährt, bleiben die familiären Verhältnisse der beiden Jungen nahezu komplett im Dunklen. Zumindest scheinen alle 3 zuvor keine erwähnenswerten Freundschaften gepflegt zu haben. Eine solche finden sie erst untereinander während des gemeinsamen Abenteuers.
Das liest sich allerdings gut und interessant. Der Autor (unbekannten Geschlechts) schreibt in einem Stil, der sich deutlich vom in vergleichbaren Stoffen gewohnten abhebt. Dieser Stil kann mir allerdings durchaus gefallen. Er trägt eindeutig zum besonderen Ambiente der Geschichte bei. Ein paar kleine Logik- beziehungsweise Anschluss-Fehler hätten mit etwas mehr Gründlichkeit vermieden werden können, stören die Handlung an sich aber kaum. Wenn sie in zukünftigen Bänden vermieden und die persönlichen Hintergründe der Protagonisten weiter ausgebaut werden, hat diese Jugendbuch-Reihe um Finn, Priya und Archie eindeutig Potenzial.
Der Autor erzählt abwechselnd aus dem Blickwinkeln seiner 3 jungen Protagonisten.