Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Das lodernde Schwert von Mathieu Gaborit

Reihe: Im Reich des Feuervogels Bd.2

Rezension von Carmen Huber

 

Nach Januels Sieg über seinen ehemaligen und inzwischen dem Aas zugehörigen Freund steht der junge Phönike schon wieder vor einer neuen Aufgabe: Er weiß nun um seine Bestimmung, und zu diesem Zweck muss er nach Kaladrien reisen, wo er von den weißen Mönchen ausgebildet werden soll. Doch als gesuchter Mörder des Kaisers mitten in der Hauptstadt des Greifimperiums und bereits aufgespürt und eingeschlossen von seinen Verfolgern erscheint dieses Unterfangen ziemlich aussichtslos ...

 

Auch das Aas ist derweil nicht untätig. Nach seinem Misserfolg bei dem Angriff auf Januel sieht der König des Aases inzwischen in dem jungen Phöniken eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Deshalb setzt er nun neue Verfolger auf dessen Fährte, Jäger, von denen er überzeugt ist, dass sie nicht versagen werden: Fünf Aasgeiern, angeführt von einem der gefürchtetsten Lehnsherren des Aases, während die anderen vier ehemalige Mentoren Januels sind. Sie bildeten ihn auf dem Schlachtfeld aus, sie kennen ihn besser als jeder andere und sind deshalb eine große Gefahr für den jungen Phöniken ... Doch nicht nur von Seiten des Aases droht Januel Gefahr, auch von sich selbst: Denn die in seinem Inneren verschlossene Galle ist nicht zu unterschätzen ...

 

Währenddessen versucht Tshan, der Bogenschütze, die Drachianerin Szenda zu befreien, denn Januels ehemalige Begleiterin wurde bei ihrem selbstlosen Opfer für den jungen Phöniken schwer verletzt und gefangengenommen. Auch wenn Tshan einst ein unübertroffener Bogenschütze war, so zittert nun aufgrund einer alten Verletzung seine Hand bei jeder Beanspruchung. Sein Vorhaben scheint deshalb ziemlich aussichtslos und lebensmüde, doch trotzdem will er seine alte Kampfgefährtin nicht der Folter und dem Tod überlassen – nicht ohne es wenigstens versucht zu haben. So schleicht er sich also in eine der bestbewachtesten Festungen des Imperiums ein ...

 

 

War der erste Band noch voller actionreicher Verfolgungsjagden und Kämpfe, so geht es im zweiten Band jetzt etwas ruhiger weiter. „Das lodernde Schwert“ wirkt wie eine kleine Ruhepause vor dem wirklichen Sturm, ein Atemholen, bevor mit dem Aas dann der wirkliche Kampf ausgefochten wird. In dieser kleinen Pause, wo alles etwas ruhiger vor sich geht, nimmt der Autor sich die Zeit, dem Leser wieder einige Feale aus seiner gut durchdachten und sehr farbenfrohen Welt vorzustellen. So lernen wir diesmal z.B. die weißen Mönche aus Kaladrien und die schwimmenden Städte auf den Rücken der Tarasken kennen. Wieder sind diese Geschöpfe sehr interessant und abwechslungsreich gestaltet und bereichern so die Well’t um noch einige Besonderheiten. Zugleich geht der Autor diesmal auch auf das Aas ein. Zwischendurch wird einiges aus der Sicht des Aases geschildert, man lernt seine Motivation und sein Herrschersystem kennen und begegnet einigen seiner wichtigsten Persönlichkeiten. So wirkt dieser bis jetzt sehr im Dunkeln gebliebene Feind um einiges realer und greifbarer, und man erhält interessante Einblicke in die Gedankengänge des Aases.

 

Auch diesmal hat der Autor seine Welt wieder sehr interessant und teilweise recht ungewöhnlich gestaltetet, auch wenn man nicht viel Neues erfährt – dafür sind die ca. 350 Seiten wohl zu wenig. Leider bleibt in diesem Band auch die Handlung ein wenig liegen, die Geschichte geht kaum voran, und nach Band 2 ist man nur wenig weiter als nach Band 1. Doch die nächste Fortsetzung ist bereits geplant: Band 3, genannt „Herrscher über Asche“ soll voraussichtlich im Januar 2006 erscheinen.

 

Eure Meinung:


Keine Einträge
Keine alten Kommentare vorhanden.

Zum Seitenanfang

Platzhalter

Buch:

Titel: Das lodernde Schwert

Reihe: Im Reich des Feuervogels Bd.2

Autor: Mathieu Gaborit

Broschiert - 346 Seiten

Verlag: Blanvalet

Erscheinungsdatum: Juni 2005

ISBN: 3442243165

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 13.08.2005, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13