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Das magische Zeichen von Stan Nicholls

Reihe: Bhealfa-Zyklus Bd.2

Rezension von Christine Schlicht

 

In Valdarr bereiten sich die Mitglieder des Widerstandes darauf vor, sich ein eigenes Reich zu erschaffen. Zu diesem Zweck will der Patrizier Dulian Karr eine Insel kaufen, die einen Sonderstatus hat und bislang von keinem der beiden Reiche als wertvoll genug geachtet wurde, Blut zu vergießen, um in ihren Besitz zu gelangen.

 

Die Abenteurer, die sich in Valdarr zusammengefunden haben, gehen derweil jeweils ihren eigenen Beschäftigungen nach. Caldasson versucht, die Clepsydra zu finden, vermutlich das letzte magische Artefakt, dass ihn heilen könnte. Währenddessen bildet der Magier Phönix den jungen Kutch aus, der von seinen Visionen, die er mit Caldasson teilt, gequält wird. Keiner weiß jedoch zu sagen, was die Visionen der beiden zu bedeuten haben.

 

Tanalvah, die mit den Kindern ihrer ermordeten Freundin bei dem Sänger Kinsel Rukanis lebt und mit ihm zum ersten Mal in ihrem Leben so etwas wie ein glückliches Familienleben führt, versucht derweil Serrah unter Kontrolle zu halten, die sich nach ihrem Selbstmordversuch immer wieder in gefährliche Situationen bringt, als suche sie den Tod. Doch während sich Serrah langsam beruhigt und ein innigeres Verhältnis zu Caldasson bekommt, dividieren sich Tanalvah, die ja eigentlich auch eine Qualochierin ist, und der scheinbar unsterbliche Krieger immer weiter auseinander.

 

Der Neffe des hohen Clanchefs, Devlor Bastorran, von Caldasson öffentlich besiegt und gedemütigt, hetzt dem Qualochier derweil einen neuen Gegner auf den Hals. Eine Frau, die eine Symbiose mit einem magischen Zwilling eingegangen ist.

 

Der Kauf der Insel verläuft jedoch nicht reibungslos, denn der Verkäufer lässt plötzlich eine ziemlich schwarze Katze aus dem Sack: Die Piraten, die bislang nur in losen Gruppen operierten und damit nicht wirklich gefährlich waren, haben sich unter einem neuen Anführer zusammengeschlossen und wollen ebenfalls die Insel als Stützpunkt. Alles ist wieder offen, vor allem, weil sich Caldasson unter diesen Umständen nicht mehr an sein Versprechen gebunden fühlt, das Gold zu überbringen.

 

Als er Kutch zu einem Buchhändler begleitet, begegnet er zum ersten Mal der Symbiontin und ein heftiger Kampf entbrennt, der mit dem Einsturz des Ladens endet. Doch Bastorran gibt nicht auf und versetzt der gesamten Widerstandsbewegung einen entsetzlichen Schlag. Nicht nur, dass die allgemeinen Repressalien verschärft werden, er lässt Kinsel Rukanis festnehmen, nachdem der ein Konzert für die arme Bevölkerung gegeben hat. Etwas, zu dem Tanalvah ihm geraten hat. Sie fühlt sich schuldig und – was die Sache nicht einfacher macht – sie ist schwanger von Kinsel.

 

Caldasson gerät ein zweites Mal mit der Symbiontin aneinander, dieses Mal hilft Serrah. Damit ist es entschieden, Caldasson muss die Stadt verlassen, er bringt das Gold auf die Insel. Devlor Bastorran hat noch einen weiteren Plan in der Hinterhand: Die Symbiontin tötet seinen Onkel und er schiebt die Schuld auf den Qualochier. Damit hat er alle Fäden in der Hand. Caldasson verlässt Bhealfa.

 

Inzwischen trifft Serrahs alter Feind Laffon ein und verhört Kinsel, doch der schweigt. Auch als ihm nach der Folter der Prozess gemacht wird, hält er dicht und wird als Sklave auf eine Galeere gebracht. Die Galeere wird von den Piraten gekapert und Kinsel überlebt wie durch ein Wunder.

 

Tanalvah wirkt gefasst und irgendwie zu hoffnungsvoll, als das Serrah dem Braten trauen würde. Zu recht, doch sie kann das Drama nicht mehr abwenden. Die Widerstandsbewegung wird verraten, Serrah und Kutch können im letzten Augenblick noch fliehen und die Insel und Caldasson erreichen, doch es sind nicht viele, denen das ebenfalls gelingt.

 

 

 

 

 

Es geht so atemlos und spannend weiter, wie es im ersten Band „Der magische Bund“ begonnen hatte. Ein paar Rätsel werden gelöst, neue kommen hinzu und allenthalben wird zum Schwert gegriffen, um Probleme mit blankem Stahl zu lösen. Diese Kämpfe werden minutiös beschrieben, was Nicholls zwar hervorragend gelingt, ohne das der einzelne Kampf langweilig wird oder sich Situationen wiederholen, doch bewirkt die Anzahl der Kämpfe und der immer wieder gleiche Ausgang zugunsten der Helden auf Dauer ein wenig ermüdend, so das man ohne Reue die ein oder andere Seite überblättert.

 

So archetypisch manche Charaktere wirken, so intensiv hat sich der Autor doch mit ihnen beschäftigt. Sie sind in allen ihren Taten absolut glaubwürdig, wenn auch stellenweise etwas einseitig. So kommt bei allen Diskussionen um Grundsätze der eigenen Denkweise zwischen den am stärksten verschiedenen Charakteren immer wieder ein Patt heraus, was ein bisschen unrealistisch ist. Und ihre Reaktionen und Handlungsweise sind sehr vorhersehbar. Nichts desto Trotz entwickelt man Sympathien für sie – oder eben auch tiefe Abneigung.

 

Eine gelungene Fortsetzung, die den Leser erwartungsvoll zum letzten Band greifen lässt, damit endlich die ungelösten Fragen Antworten bekommen.

 

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Das magische Zeichen

Reihe: Bhealfa-Zyklus Bd.2

Autor: Stan Nicholls

Broschiert: 447 Seiten

Verlag: Heyne TB (1. November 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3453523741

ISBN-13: 978-3453523746

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 20.11.2007, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13