Maggie Blue hat an der Schule keine wirklichen Freunde. Gerade das Mädchen, mit dem sie sich gerne anfreunden würde, Ida, ist sehr gemein zu ihr. Doch dann beobachtet Maggie, dass sich die neue Vertrauenslehrerin in einen Wolf verwandelt und Ida durch ein Portal im Wald entführt. Und plötzlich kann sie mit einem streunenden Kater sprechen. Maggie beschließt, durch das Portal zu folgen und Ida zu retten.
Mit Das Portal zur Düsterwelt startet Anna Goodall in eine jugendliche Weltenreise-Urban-Fantasy um die junge Titelheldin Maggie Blue. Die Düsterwelt, die die Protagonistin durch ein Portal erreicht, zeichnet sich durch Genre-typische Wesen und einen Antagonisten aus, der hier anscheinend die Kontrolle über nahezu alles hat. Dass die Protagonistin eine besondere Fähigkeit hat, versteht sich in diesem Genre nahezu von selbst. In diesem Fall ist es die Fähigkeit, das Portal zu aktivieren, was sonst nur Wandlern wie der mysteriösen Vertrauenslehrerin und Wolf-Wandlerin Ms Cane möglich ist. Wieso Maggie, die wie es den jungen Helden solcher Geschichten oft geht, in eher außergewöhnlichen Umständen lebt, über diese Fähigkeit verfügt und ob sie überhaupt ein (normaler) Mensch ist, bleibt vorerst offen. Dass das unmittelbare Abenteuer um die entführte Mitschülerin noch in diesem Band aufgeklärt wird, ist für derartige Bücher durchaus typisch.
Was allerdings auffällt, ist der Erzählstil. Während dieser in vielen Urban-Fantasy-Werken mit Protagonisten dieses Altersbereichs schon relativ erwachsen wirkt, erscheint er hier auffallend kindlich. Hier könnte aber natürlich hauch die Erzählweise der Sprecherin hineinwirken.
Die Autorin folgt erzählerisch stets ihrer jungen Protagonistin.