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Das schwarze Buch von Bernd Tannenbaum

Reihe: Der vergessene Mond, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

„Zeit des Erwachens“, der erste Roman der Saga „Der vergessene Mond“ führte den Leser in die magische Welt des Herm Pendrak ein. Dort musste der junge Mann aus adligem Hause erkennen, dass seine Macht nicht von einem der bekannten Monde stammt, sondern ausgerechnet von dem vierten, wenig bekannten, der zu allem Übel auch noch schwarz ist.

 

Neben der jungen Kriegermönchin Kira hat Herm auch noch andere Gefährten gefunden, die ihm zur Seite stehen, denn nicht nur, dass er mit seinen Gaben dunkle Schatten auf sich aufmerksam gemacht hat, die Welt scheint auch langsam im Chaos zu versinken. Irgendetwas oder –jemand treibt die Herrscher dazu, alte Verträge zu brechen und mit dem Krieg zu beginnen, dunkle Mächte sähen Zwietracht, wo sie können.

Immer wieder müssen sich Herm und Kira auch der Attacken von Assassinen erwehren. Das jedoch hat sie so eng zusammengeschweißt, dass sie zu einem Liebespaar geworden sind. Aus diesem Grund ist der junge Mann auch nicht dazu bereit, sie verloren zu geben, als sie von Unbekannten verschleppt wird, die etwas von ihm wollen.

Derweil rührt sich im Herzen der Wüste eine alte Macht, ein Schrecken, der die Welt zerstören könnte. Nun ist es wichtig, ein Artefakt zu finden, das bisher nur in den Legenden der Völker existierte: Das schwarze Buch.

 

Diente der erste Roman noch dazu, die Welt und ihre Völker, die Figuren und in das Setting einzuführen, so verschärfen sich jetzt langsam aber sicher die Fronten. Die ersten Konfrontationen zwischen den Völkern sind zwar schon wieder beendet, und unsere Helden hatten durchaus ihren Anteil daran, aber wo auch immer sie hinkommen, drohen neue Konflikte.

Herm kommt selbst nicht zur Ruhe, zwar gönnt der Autor ihm eine kurze Romanze, aber dann muss er sich um so mehr seinen eigenen Problemen stellen. Denn es ist abzusehen, dass er selbst noch eine schwere persönliche Entscheidung treffen muss, wenn er das volle Ausmaß seiner Gaben erkennt und schließlich auch die Hintergründe erfährt. Der Autor streut immer wieder kleine Hinweise und Andeutungen aus, die den Leser am Ball halten.

Allerdings hat der zweite Band der Saga nicht ganz so klare Handlungsstränge wie der erste, weil Bernd Tannenbaum immer wieder an neue Handlungsorte mit fremden Personen abschweift, so dass man langsam Schwierigkeiten bekommt, die Figuren auseinander zu halten. Ob die vielen Episoden zwischendurch nur Ablenkung sind oder wirklich eine Bedeutung haben wird sich vermutlich erst im dritten Band zeigen.

Alles in allem kommt die Geschichte daher nicht ganz an die des ersten Bandes heran, weil der Autor den Figuren zu wenig Raum gibt, aber sie liest sich immer noch recht gefällig und erfüllt die Erwartungen der Leser.

 

Auch „Das schwarze Buch“, der zweite Band der Saga „Der vergessene Mond“ bietet ein unterhaltsames magisches Fantasy-Abenteuer, zeigt jedoch die typische Schwächen eines Mittelbandes und verliert sich gelegentlich zu sehr in Nebenhandlungen. Daher darf man auf die Fortsetzung gespannt sein, die hoffentlich viele der jetzt aufgeworfenen Fragen beantwortet.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Das schwarze Buch

Autor: Bernd Tannenbaum

Reihe: Der vergessene Mond 2

tredition, April 2012

Taschenbuch, 336 Seiten

Titelbild und Illustrationen: Bernd Tannenbaum und Lothar Peterhoff

ISBN-10: 3847285599

ISBN-13: 978-3847285595

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0087GYW0S

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 06.12.2012, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13