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Das schwarze Uhrwerk von Magali Volkmann

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Verlagsinfo:

Er ist der Rebellenkönig, eine lebende Legende und seine Geschichte in Blut geschrieben.

Verkrüppelt, ungeliebt und einsam: Taiden Belarron verabscheut sein Leben und brennt darauf, sich endlich zu beweisen. Dafür will er den legendären Rebellenführer Kyron schnappen, der mit allen Mitteln gegen die Regentschaft des Schwarzen Uhrwerks aufbegehrt. Doch dann rettet ausgerechnet der ihm das Leben und Taidens Weltbild gerät ins Schwanken. Warum hat Kyron ihm geholfen? Was versteckt sich wirklich hinter der Maske, unter der das Gesicht des Rebellenkönigs verborgen liegt?

Taiden zögert damit, Kyron auszuliefern, während er immer tiefer in seine Welt eintaucht. Doch es bleibt keine Zeit, um seine Gefühle zu sortieren denn das Uhrwerk droht, jeden zu zermalmen, der sich zwischen seinen Zahnrädern verfängt.

 

Rezension:

Seit einem Attentat ist die rechte Hand des jungen Adligen Taiden Belarron verkrüppelt. Deshalb hasst er die Rebellen. Und deshalb will er trotz seiner unbrauchbaren Hand der Garde beitreten, um die Rebellen zu bekämpfen. Sein Zusammentreffen mit dem Rebellenführer verläuft jedoch ganz anders als erwartet. Will Taiden in Zukunft überhaupt noch gegen die Rebellen kämpfen?

 

In ihrem abenteuerlichen Roman mit Steampunk-Anklängen verfolgt Magali Volkmann den Lebensweg ihres Protagonisten über einen ausgedehnten Zeitraum. Aus einer der führenden Adelsfamilien stammend, scheint dieser Weg vorherbestimmt zu sein. Immerhin gehört er der Schicht an, der das totalitäre Regime des Schwarzen Uhrwerks das Leben leicht macht. Sein Hass auf die Rebellen bringt Taiden jedoch schon in jungen Jahren dazu, aus diesem leichten Weg auszubrechen, was ihn schnell in persönlichen Kontakt zu den von ihm Gehassten bringt. Diese Idee verspricht einen Roman, der ausgetretene Pfade verlässt und der interessant werden könnte.

 

Leider schafft es die Autorin nicht, die Grundidee überzeugend umzusetzen. Sowohl der Protagonist als auch verschiedene andere Charaktere treffen ständig nicht nachvollziehbare Entscheidungen und handeln wiederholt völlig unlogisch. Immer wieder werden mehrere Jahre übersprungen, was für den Leser erst im Laufe der Handlung ersichtlich wird. Auch werden Ereignisse aus der Sicht verschiedener Mitwirkender in der jeweiligen 1. Person geschildert, ohne dass der Perspektivwechsel deutlich kenntlich gemacht wird. Das verwirrt sehr, bis man diesen Fakt jeweils bemerkt. Grundlegende Elemente der Welt, in der die Handlung angesiedelt ist, werden bis zum Ende nicht befriedigend erklärt.

 

Insgesamt können die interessante Idee und der gelungene Schreibstil der Autorin die genannten Mängel leider nicht ›neutralisieren‹.

 

Fazit:

Die Umsetzung der dieser Geschichte zugrundeliegenden brauchbaren Idee weist leider deutliche Mängel auf.

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Eure Meinung:

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Buch:

Das schwarze Uhrwerk

Autorin: Magali Volkmann

Taschenbuch, 434 Seiten

Drachenmond Verlag, 27. Januar 2019

Cover: Marie Graßhoff

 

ISBN-10: 3959919468

ISBN-13: 978-3959919463

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07MTG7X4X

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 20.03.2019, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13