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Das Schwert des Assassinen von Juliet E. McKenna

Reihe: Die Welt von Einarinn, Bd. 5

Rezension von Christel Scheja

 

"Das Schwert des Assassinen" ist bereits der fünfte Roman aus der "Welt von Einarinn". Erstmals hat es sich Bastei-Lübbe erlaubt, den Original-Roman zu teilen, so dass man kein in sich geschlossenes, sondern ein offenes Ende vorfindet.

Die einstigen Wissenssucher, die in den Trümmern eines gefallenen Imperiums versuchten das alte Wissen - vor allem das über die Magie - zu bergen sind längst zu Beschützern der ersten Kolonisten Tormalins geworden, die sie vor einigen Monaten schlafend in einer Höhle fanden und wieder zum Leben erweckten. Nachdem nun auch die Schwierigkeiten mit den Mutterland beseitigt sind, und der junge Kaiser seine Unterstützung in mehreren Bereichen zusicherte, kann man wieder daran denken, ein neues Leben zu beginnen.

 

Auch Ryshad und Livak sind zu den Siedlern zurückgekehrt. Vor allem für die Spielerin und Diebin ist es ungewohnt, ein ruhiges Dasein zu führen und sich um solch simple Dinge wie Nahrungsbeschaffung, Wäsche und Haushalt zu kümmern. Da haben es der ehemalige Gefolgsmann D’ Olbriots und ihre Freundin Halice schon leichter, sich einzugewöhnen und ihre Fähigkeiten scheinen viel nützlicher zu sein.

Wie gut, dass es neben dem Schlichten von Streit und Problemen zwischen den Siedlern und den Söldnern auch noch andere Probleme gibt. Die Magier, allen voran Planir und Shivvalan spüren, dass die Elietimm noch nicht aufgegeben haben und die junge Kolonie auf die ein oder andere Weise bedrohen werden.

Eine erste Ahnung bekommen sie schon, als ihre beste Magierin einen Hilferuf von dem Versorgungsschiff erreicht, dass auf dem Weg in die Kolonie ist. Ganz offensichtlich haben es Piraten darauf abgesehen.

So bleibt unseren Helden nichts anderes übrig, als so schnell wie möglich eine Rettungsaktion zu organisieren. Denn sie sind sich sicher, dass die Elietimm ihre Finger mit ihm Spiel haben und die Freibeuter heimlich unterstützen, allen voran deren geheimer Anführer, der Magier Ilkehan und seine Schüler.

Da sie nun auch wissen, wo er sich gerade aufhält, ist guter Rat teuer. Dürfen sie ihre Kräfte überhaupt aufteilen, um die Feinde auf beiden Seiten zu bekämpfen?

 

 

"Das Schwert des Assassinen" ist wie die anderen Romane aus der Welt von Einarinn Fantasy, die ohne exotische Wesen auskommt, aber trotzdem durch die ungewöhnlichen Kulturen, einen farbenprächtigen Hintergrund bietet. Auch die Magie kommt nicht zu kurz, gerade in diesem Band spielt sie wieder eine entscheidende Rolle und wird in allen Facetten ausgeübt.

Ihr Hauptaugenmerk legt Juliet E. Mc Kenna allerdings auf die Figuren. Es gelingt ihr selbst den Nebencharakteren durch Schwächen und eigensinnige Marotten Leben einzuhauchen. Dass Livak und Co. dabei recht geschwätzig sind liegt wohl an dem von Dialogen dominierten Stil der Autorin.

Gleichberechtigung ist ebenfalls kein Problem und wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Frauen und Männer gehen ihren Fähigkeiten und ihrem gesellschaftlichen Rang gemäß miteinander um, und werden nicht aufgrund ihres Geschlechtes benachteiligt.

 

Dazu kommt ein gesundes Maß an Action, Abenteuer und Intrigen, so dass Leser, die spannende Fantasy mögen, gut unterhalten werden. Allerdings ist der Zyklus inzwischen schon so weit fortgeschritten, dass man die anderen Bände kennen sollte, um überhaupt noch zu verstehen, was im Roman vor sich geht.

Eure Meinung:


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Das Schwert des Assassinen

Reihe: Die Welt von Einarinn, Bd. 5

Autorin: Juliet E. McKenna

broschiert, 396 Seiten

Bastei-Lübbe, erschienen November 2006

ISBN 3-404-20552-9

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Irmhild Seeland

Titelbild von Geoff Taylor

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 17.11.2006, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13