Das Vertrauen zwischen Arthur und seinem besten Freund Jimmie ist gestört, seit er dessen Vater verdächtigt hat. Doch zunächst steht ein mehrtägiger Ausflug des gesamten Jahrgangs in den Lake District an. Doch die ehemalige Professorin Grey hat Arthurs kleine Schwester in ihre Gewalt gebracht und erpresst ihn, ein ihr magisches Relikt zu besorgen, das dort versteckt sein soll. Und er darf seine Freunde keinesfalls einweihen, wenn ihm das Leben seiner Schwester etwas bedeutet.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Mehrteilern dieses Genres, in denen jeder Band meist ein ganzes Schuljahr abdeckt, siedelt Ali Standish auch den 3. Band ihres Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuers im selben Schuljahr an, in dem auch schon die Bände 1 (Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente) und 2 (Das Zeichen der Fünf) handelten. Nur der Handlungsort verlagert sich vorübergehend vom der Reihe ihren Titel gebenden Internat in den Lake District, wo der Jahrgang des Protagonisten einen Schulausflug verbringt.
Auch diesmal gilt es wieder, ein mysteriöses Rätsel zu lösen und kriminellen Bestrebungen entgegenzutreten. Speziell das Vertrauensverhältnis Arthurs zu seinem besten Freund wird auf die Probe gestellt, denn Professor Holmes hat Arthur unter seine Fittiche genommen und ihn in die kriminellen Machenschaften von Jimmies Vater eingeweiht. Wie der junge Protagonist alles das gleichzeitig zusammen mit seinen Freunden bewältigt, ergibt erneut eine von vorne bis hinten interessante Geschichte, an deren Ende man am liebsten gleich weiterlesen würde.
Die Autorin folgt erzählerisch natürlich auch diesmal wieder durchgehend ihrem jungen Protagonisten. Etwas störend wirkt nur, dass in der deutschen Übersetzungen öfters mal Gender-Aufzählungen wie Schülerinnen und Schüler in den Text hinein gebastelt wurden. Denken die Übersetzerinnen und der Verlag denn, der Leser würde nicht auch so bemerken, dass sich unter den Schülern auch weibliche befinden?