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Das Todesmal von Tommy Krappweis

Mara und der Feuerbringer Bd. 2

 

Rezension von Ingo Gatzer

 

Rezension:

Nach den letzten turbulenten Ereignissen, die in dem Kampf mit dem Feuergott Loge am Ende des ersten Teils gipfelten, ist etwas Ruhe in das Leben der 14-jährigen Mara eingekehrt. Zumindest wenn man von so etwas wie Ruhe sprechen kann, wenn man als Seherin auserwählt ist, um den Untergang der Welt zu verhindern. Doch bei einer angeblichen Seelenrückführung gerät Mara in das Todesreich Hel und wird von der gleichnamigen Göttin mit einem Mal gezeichnet, das sie töten wird, wenn sie nicht den gefangenen Loki ein Artefakt überbringt. Doch als Mara ihre Kräfte einsetzt, um zu dem Trickster der nordischen Mythologie zu gelangen, muss sie feststellen, dass ein alter Feind, der zu allem Überfluss noch noch mächtiger denn je scheint, den Weg dorthin blockiert. Mara und ihr Begleiter, Professor Weissinger, beschließen die Macht eines weiteren Gottes zu erbitten, was sich als ziemlich gefährlich erweist.

 

Der Adolf-Grimme-Preisträger Tommy Krappweis ist vor allem als Schöpfer der Kult-Figur "Bernd das Brot" bekannt, ist aber zudem auch Autor, Schauspieler, Skriptschreiber, Regisseur und einiges mehr. Fast ein Jahr mussten die Fans seines phantastischen Erstlingswerks "Mara und der Feuerbringer 01" auf die Fortsetzung der als Trilogie konzipierten Reihe warten.

 

Wie schon Teil 1 kommt auch "Das Todesmal" als Hardcover in einer edlen Aufmachung - dieses Mal ist das Cover in den Farbtönen Blau und Gold gehalten - auf den Markt und wird zu einem Preis vertrieben, zu dem sonst fast nur Taschenbücher erhältlich sind. Angesichts dessen ist es fast unglaublich, dass das Buch zudem schöne Illustrationen von Adriaan Prent enthält, durch die bestimmte Handlungselemente noch einmal visuell dargestellt und so hervorgehoben werden. Wie beim ersten Teil des Zyklus lässt es sich der Autor außerdem nicht nehmen, am Ende einige Literaturhinweise zu geben und einige Begriffs- und Namenserklärungen anzuhängen.

 

Zwar plätschert die - wiederum aus der Perspektive von Mara erzählte - Handlung auf den ersten Seiten zunächst etwas dahin. Dafür wird der Leser aber mit einer stetig steig ansteigenden Spannungskurve belohnt, die in einem tollen und actionreichen Showdown am Ende des Buches mündet. Zudem besticht das Buch immer wieder durch komische Ideen, Wortwitz und ironische Abschweifungen. Hier reicht das Repertoire das Autors von Beziehungstipps für nordische Götter bis zu Reflexionen über Fast Food. Nebenbei wird den Lesern - fast unbemerkt in kleinen Dosen - mythologisches Wissen vermittelt.

 

Tommy Krappweis bedient sich eines gewohnt lockeren Schreibstils, der dem Roman eine gewisse Leichtigkeit verleiht und mit dem er alle drohenden Genre-Klischees gekonnt umschifft. Es gelingt ihm - wie schon im ersten Roman - seine sympathische Hauptfigur Mara absolut glaubwürdig darzustellen. Im zweiten Teil erhält sie insgesamt sogar noch ein wenig mehr Tiefe. Erheblich deutlichere Konturen gewinnt ihr Begleiter Professor Weissinger, der sich langsam aber sicher zum Co-Star mausert.

 

Man kann sehr wenig an Tommy Krappweis´ Fortsetzung zu "Mara und der Feuerbringer" kritisieren. Es wäre vielleicht interessant und spannungsfördernd gewesen, Maras Besuch bei Loki durch eine Beschreibung der zeitgleich stattfindenden Schwertkampfbemühungen des Professors zu unterbrechen. Allerdings stände damit Mara nicht mehr ausschließlich im Fokus.

 

Fazit:

 

"Das Todesmal" bietet komische All-Age-Phantastik mit einem furiosen Finale, so dass man geneigt ist der Aussage des Comedian Bernhard Hoëcker beizupflichten. "Krappweis, wo bleibt der dritte Band?"

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Roman

Das Todesmal

Reihe: Mara und der Feuerbringer Bd. 2

Autor:Tommy Krappweis

Illustrator: Adriaan Prent

Schneiderbuch - gebundene Ausgabe - 334 Seiten

Erscheinungsdatum: September 2010

ISBN-10: 3505127868

ISBN-13: 978-3505127861

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 21.11.2010, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53