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Das unheilvolle Geheimnis des faszinierenden Mädchens von Theodora Goss

Reihe: Die außergewöhnlichen Abenteuer des Athena-Clubs Band 3

 

Rezension von Christel Scheja

 

Die außergewöhnlichen Abenteuer des Athena-Clubs finden mit Das unheilvolle Geheimnis des faszinierenden Mädchens einen Abschluss. Die Trilogie stellte die fiktiven Töchter bekannter aber natürlich auch erfundener Wissenschaftler aus Schauerromanen und -erzählungen des 19. Jahrhunderts in den Mittelpunkt der Urban-Fantasy-Abenteuer, in denen such alle möglichen bekannten literarischen und historischen Figuren die Klinke in die Hand geben.

 

Das Geld bleibt zwar knapp, aber der »Athena-Club« rund um Mary Jekyll und ihre Freundinnen hat mittlerweile ein Netzwer, dass ihre besonderen Fähigkeiten zu schätzen weiß. Immerhin greifen sie auch immer wieder ein, wenn es darum geht, junge Frauen, die wie sie sind zu retten. Zuletzt war es Lucinda van Helsing, der sie endlich in Budapest helfen konnten.

Zurück in London müssen sie feststellen, dass ausgerechnet Alice, das treue Dienstmädchen aus ihrem Haus schon vor Wochen verschwunden ist, genau so wie Sherlock Holmes. Natürlich machen sich Mary und die anderen auf die Suche nach beiden und entdecken dabei eine Verschwörung, die das Empire in seinen Grundfesten erschüttern könnte.

 

Es ist schon nett, was sich Theodora Goss immer wieder einfallen lässt, um den Lesern einen unterhaltsamen Roman mit vielen Anspielungen zu bieten. Diesmal kommen vor allem Fans von Arthur Conan Doyle und Bram Stoker zum Zuge. Denn schnell dreht sich alles um gewisse Erzfeinde, aber auch ein Geheimnis, das tief in die ägyptische Vergangenheit zurückreicht und eine ganz bestimmte Geschichte neu interpretiert.

 

Allerdings ist die Geschichte nicht mehr ganz so spannend wie die beiden Vorgänger. Denn die Heldinnen können sich zu sehr auf ein gut funktionierendes Netzwerk verlassen und geraten nicht wirklich in Gefahr.

Immerhin gibt es einen netten Twist, der dafür sorgt, dass in der Mitte des Buchs die Karten ganz neu gemischt werden. Aber tatsächlich packt die Autorin zu viel in die Seiten, um den Gegnern wirklich Tiefe zu geben und lässt die Heldinnen trotz einiger Schwierigkeiten schneller durchkommen als erwartet.

Außerdem lässt sich die Autorin durchaus ein paar Hintertürchen offen, um die Geschichte doch noch fortzusetzen. Immerhin gibt es in einer Sache Entspannung – ein paar Kleinigkeiten sind geklärt.

 

Auch wenn Theodora Gross einen derzeit sehr modernen Trend bedient, so hat sie doch immer wieder nette Ideen und Wendungen, die auch diesen Roman ein wenig aus der Masse hervor heben.

 

Fazit:

»Das unheilvolle Geheimnis des faszinierenden Mädchens« ist ein weiteres der »Außergewöhnlichen Abenteuer des Athena-Clubs« und in sich geschlossen. Das Buch ist amüsant und kurzweilig, bietet vor allem Fans der Kriminalromane- und Schauergeschichten des ausgehenden 19. Jahrhunderts viele nette Anspielungen. Allerdings ist der dritte Riman der Reihe nicht mehr ganz so spritzig und überraschend wie seine Vorgänger.

 

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Buch:

Das unheilvolle Geheimnis des faszinierenden Mädchens

Reihe: Die außergewöhnlichen Abenteuer des Athena-Clubs Band 3

Original: The Sinister Mystery of the Mesmerizing Girl, 2019

Autorin: Theodora Goss

Übersetzerin: Kerstin Fricke

Panini, 22. November 2022

Taschenbuch, 446 Seiten

 

ISBN-10: 3833242744

ISBN-13: 978-3833242748

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0BN9BJVJJ

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 23.01.2023, zuletzt aktualisiert: 24.01.2023 15:55