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Das Universum – Eine Reise durch Raum und Zeit

Filmkritik von Christel Scheja

 

Der Blick zu den Sternen fasziniert die Menschen von Alters her. Auch im Fernsehen gehören Berichte über den Weltraum seit zwei Generationen zum Repertoire der Sender – zunächst noch ganz trocken und wissenschaftlich, mit starren Schaubildern und Zeichnungen. Aber gerade der Siegeszug der Computertechnik, hat ermöglicht, die Erklärungen nun auch mit bunten Bildern zu begleiten und man spricht nicht mehr nur den ohnehin schon vorgebildeten Bürger an.

 

In der achtteiligen Serie des Discovery-Channel werden die Themen angesprochen, die Wissenschaftler in aller Welt derzeit am meisten beschäftigen und faszinieren. Die Forschung hat in den letzten vierzig Jahren große Sprünge nach vorne gemacht, und das merkt man auch den Erläuterungen an.

Sterne sorgen dafür, dass das Leben auf den sie umkreisenden Planeten weiter existieren kann. Doch wie und wann sind sie entstanden? Wie verläuft ihr Lebenszyklus und etwas passiert, wenn ihnen nach und nach die Energie ausgeht?

Einige Sterne entwickeln sich auch zu schwarzen Löchern. Doch wie kann man beschreiben, was man nicht einmal sehen kann? Wie konnten die Wissenschaftler die Existenz dieses Weltraumphänomens überhaupt nachweisen?

Ähnlich sieht es mit dem Urknall aus. Erst die moderne Technik erlaubt einen weiten Blick ins Weltall und lässt erahnen, wie alles angefangen hat. Durch besonders starke Teleskope, teilweise auch jenseits der störenden Atmosphäre wurden immer mehr Galaxien entdeckt – nicht selten erwies sich ein heller Punkt am Himmel, der etwas verschwömmen wirkte, gleich als ganzer Sternenhaufen.

Vom großen Maßstab kehrt die Serie wieder zu kleineren Dimensionen zurück und beschäftigt sich in weiteren Folgen mit „Sonnensystemen“, ihren „Planeten“ und deren „Monden“.

Zum Abschluss zeigen die Macher noch, wie eine Supernova überhaupt erst entstehen kann und welche Auswirkungen sie auf ihre Umgebung hat.

 

Computeranimationen, die den Zuschauer ins Weltall führen, aber auch Besuche in Forschungsinstituten wie CERN und in Sternwarten zeigen, welche Anstrengungen Astronomen und Physiker unternehmen, um das Universum immer besser verstehen zu können. Um in großen Dimensionen zu denken, muss man oft genug in sehr kleine Welten blicken – in die atomare und subatomare Ebene.

Man erfährt zudem, wie die Forscher überhaupt erst zu den heutigen Erkenntnissen gekommen sind und was ihnen immer noch Schwierigkeiten bereitet, auch wenn die Theorie längst weiter ist. Renommierte Wissenschaftler wie Stephen Hawking kommen ebenfalls zu Wort.

Dabei fällt angenehm auf, dass die Dokumentation auf die im amerikanischen Fernsehen übliche Wiederholung von Bildern und Inhalten aber auch auf Effekthascherei verzichtet. Die Animationen sind beeindruckend gestaltet aber nicht übertrieben.

Die Beschreibungen und Erklärungen finden einen guten Mittelweg, denn sie sind einerseits so populärwissenschaftlich, dass auch Laien sie verstehen können, die kaum oder kein Vorwissen haben, dann aber gibt es aber auch immer noch genügend weiterführende Informationen auf einem relativ neuen Stand. Selbst wer sich schon lange mit dem Universum und den Sternen beschäftigt hat, wird so einiges erfahren, dass er zuvor noch nicht wusste, da auch neuere Erkenntnisse aus der Fachwelt mit eingebunden wurden.

Musik und Sprecher ergänzen die Bilder ausgezeichnet, denn weder dramatisieren sie übertrieben, noch wirken sie zu langatmig.

Die Qualität der Bilder ist ausgezeichnet und lässt auch schon auf der DVD ahnen, wie detailreich und lebendig die Animationen sind. Auch der Ton ist angemessen. Extras gibt es keine, dafür werden die beiden DVDs aber in einem schön gestalteten Digipak im Schuber geliefert.

 

Wer mehr über das Sterne, Planeten oder den Big Bang erfahren möchte, sollte zu „Das Universum – Eine Reise durch Raum und Zeit“ greifen, da die Dokumentation all das erfüllt, was man von einer wissenschaftlichen Sendung erwartet: Viele Informationen, ansprechend verpackt und auf einem möglichst sachlichen Niveau. Kaum eine andere Dokumentation, die derzeit auf dem Markt ist, kommt an diese Serie heran.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230205192323c68281c2
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DVD:

Das Universum – Eine Reise durch Raum und Zeit

Regisseur(e): Peter Chinn

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Region: Region 2

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Anzahl Disks: 2

FSK: Ohne Altersbeschränkung

Studio: Polyband & Toppic Video/WVG

Erscheinungstermin: 15. April 2011

Spieldauer: 360 Minuten

 

ASIN: B004LZRRYW

 

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 18.05.2011, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01