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Das unterirdische Reich von Maja Winter

Reihe: Die Drachenjägerin 3

 

Rezension von Christel Scheja

 

Die Trilogie um „Die Drachenjägerin“ findet nun mit dem dritten Band „Das unterirdische Reich“ ihren Abschluss. Erzählt wurden die Abenteuer des Mädchens Linn, das zur Drachenjägerin wurde, um ihren Vater zu rächen und dabei in ein ganz besonderes Spiel verwickelt wurde.

 

Nachdem sie es in „Das geheime Bündnis“ endlich geschafft hat, eine auch von dem König und dem Prinzen anerkannte Drachenjägerin zu werden, musste Linn am Ende erfahren, dass nicht der rote Drache, den sie all die Jahre gejagt hat, ihr Feind ist, sondern jemand ganz anderes.

Die junge Schreiberin Chamija, einst dem Gefolge des Botschafters von Tijoa angehörend, hat die freundschaftlichen Gefühle nur vorgetäuscht. Linn und Nival, aber auch Prinz Arian und der König sind Opfer großangelegter Intrigen geworden, die nur eines zum Ziel hatten, den König von Tijoa an die Macht zu bringen.

Tatsächlich ist Chamija mehr als ein einfacher Mensch, sie ist eine Zauberin, die bereits viele hundert Jahre gelebt hat und Geheimnisse hütet, die außer ihr kein Mensch kennt.

Aber Linn ist nicht die einzige, die überraschende Wahrheiten erfährt. Auch ihre Verbündeten und Freunde, die die Stellung in Lanhannat halten, finden mehr über ihren neuen Herrscher, der auch Arian vertreibt, heraus, und nicht alle dieser Erkenntnisse über Scharech-Par, den Herrscher von Tijoa sind wirklich angenehm. Denn so erfahren sie auch, dass die Geschichte ihres Reiches, so wie sie diese kennen gelernt haben, nur eine Lüge ist.

Derweil führt der rote Drache Linn, Nival und auch Arian in das unterirdische Reich, denn nur dort können sie vielleicht die Dinge finden, die nun nur noch den Fluch lösen kann, der seit Jahrhunderten über Drachen und Menschen liegt.

 

Wie schon in den beiden ersten Bänden so überzeugt auch im dritten die lebendige Erzählweise der Autorin, die zwar viele Alltäglichkeiten einbringt, sich aber nicht all zu sehr darin verrennt, so dass ein gewisser Handlungsfluss gewahrt bleibt.

Durch die überraschende Wendung am Ende des letzten Bandes wurden die Karten neu gemischt, so dass sich einige Geschehnisse anders entwickeln als geplant und die Handlung halbwegs unvorhersehbar machen. Auch forciert sie die Romanzen nicht, so dass auch das Beziehungsgefüge zwischen den Figuren weder übertrieben noch besonders kitschig wirkt, selbst die Verbindung zwischen Nival und Linn.

Dennoch kommt der letzte Band inhaltlich nicht an die Qualität seiner Vorgänger heran. Das mag einerseits daran liegen, dass die als Heldin aufgebaute Linn ziemlich in den Hintergrund tritt und kaum noch von sich aus agiert, andererseits tut auch die Aufspaltung in mehrere Handlungsebenen der Geschichte ebenfalls nicht besonders gut.

Zwar erfährt der Leser dadurch sehr viel über die Hintergründe des ganzen Spiels, kann sich aber auch nicht alles merken, da manche Informationen zu geballt aufeinander treffen und sich stellenweise auch etwas wiederlegen. Auch die letztendliche Auflösung zeichnet sich viel zu spät ab, so dass sie eher wie aus dem Ärmel geschüttelt wirkt, als von langer Hand vorbereitet. Hier fehlen einfach deutlichere Hinweise am Anfang des Buches, die auch Linn mehr zum Handeln gezwungen hätten.

 

Auch wenn der Abschluss nicht ganz so überzeugt, so rundet „Das unterirdische Reiche“ die Saga um „Die Drachenjägerin“ doch angemessen ab und bietet auch diesmal noch lebendige Fantasy-Abenteuer mit viel Magie und Menschlichkeit, wie man sie von Trudi Canavan und Co. kennt.

 

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Das unterirdische Reich

Reihe: Die Drachenjägerin Band 3

Autorin: Maja Winter (Lena Klassen)

Taschenbuch, 588 Seiten

Blanvalet, September 2011

Titelbild: Marion Hirsch

 

ISBN-10: 3442268230

ISBN-13: 978-3442268238

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B005O80KK8

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 13.11.2011, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13