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Das verboten gute Buch von Magnus Myst

Rezension von Bine Endruteit

 

Nach dem "bösen Buch" von Magnus Myst, gibt es nun "Das gute Buch". Darf man dem "Aufkleber" Glauben schenken, sogar ein "verboten gutes Buch"! Gleich zu Anfang wird der Leser darauf hingewiesen, was es mit diesem Verbot auf sich hat, denn hier kann nicht einfach jeder mitlesen, man muss schon gewisse Regeln beachten und bereit sein zu helfen. Die beiden Feenklumpen Frick und Behti sprechen einen direkt aus dem Buch heraus an und rekrutieren ihren jungen Leser als Kämpfer gegen das Böse.

 

Es geht darum, das geheimnisvolle Elementar zu finden, das es seinem Besitzer ermöglicht, das ganze Universum zu regieren. Klar, dass es auch schon die düsteren Schatten darauf abgesehen haben, um ihre fragwürdigen Machenschaften durchsetzen zu können. Doch um das Elementar zu finden, muss man erst mal einige Rätsel lösen und die Tafeln finden, auf denen sie stehen. Für die Suche ist der Magier Magnus Myst höchstselbst verantwortlich, doch die Denkarbeit überlässt er Frick, Behti und dem Leser. Allerdings gibt es da auch noch das eine oder andere Abenteuer zu bestehen, denn gemeinsam mit den Feenklumpen begibt man sich auf die Reise in eisige Gefilde, in denen Drachen leben, in faszinierende Bibliotheken, zu einem echten Alchimisten und sogar in das Land der Feen.

 

Rezension:

Das Besondere an diesem Buch ist, dass der Leser immer direkt angesprochen wird. Egal ob Frick und Behti, Magnus Myst, die Schatten oder ein Drache, alle "reden" sie mit einem. Dank unterschiedlicher Färbung und Schriftarten ist immer leicht zu erkennen, welcher Satz zu welcher Figur gehört. Für Kinder entsteht so eine mitreißend spannende Geschichte, bei der sie nicht einfach nur Zuschauer sind, sondern richtig dazu gehören. Die besagten Tafeln sind im Buch zum Ausschneiden beigefügt und es gibt zusätzlich noch eine zauberhafte, kleine Figur zum basteln, die einen entzückenden Part in der Geschichte hat. Des Weiteren gilt es immer wieder verschiedene Rätsel zu lösen. Die sind so aufgebaut, dass sie leicht genug zu lösen sind, so dass man keine Auflösung oder ähnliches braucht, aber doch so pfiffig, dass man das Gefühl hat, etwas geleistet zu haben.

 

Im Vergleich zum Vorgängerband (zu dem es einige Anspielungen gibt, die nicht stören, aber neugierig machen), kann man sagen, dass die Rätsel teilweise etwas einfacher sind, allerdings funktioniert die Erzählung auf eine andere Weise. Es gibt diesmal keine "Geschichten in der Geschichte", sondern eine klar verlaufende Handlung. Sehr gelungen ist außerdem, dass Kinder direkt darauf angesprochen werden, das Buch alleine zu lesen. Das fördert das erste Lesen sehr gut, da es auf diese Weise viel Spaß macht, zu entdecken, was da geheimes vor sich geht. Durch seine Einzigartigkeit und den interaktiven Bastel- und Rateteil wird es außerdem zu einem kleinen Schatz im heimischen Bücherregel. Die Auflösung der Geschichte ist auf eine einfache aber verzaubernde Weise fast schon philosophisch zu nennen.

 

Auch äußerlich ist "Das verboten gute Buch" absolut gelungen. Es ist auf alt getrimmt sieht aus, als wäre es aus verwittertem Leder mit Metallecken. Auch die Innenseiten sehen aus wie altes, vergilbtes Pergament. Die Schriftarten wurden dazu passend ausgewählt, sind für sehr junge Leser aber vielleicht teilweise etwas schwer zu entziffern. Sehr schön sind die Illustrationen, die man auf manchen Seiten sieht. Es wird aber nie zu viel gezeigt, sondern eher verziert, so dass die Figuren und Welten trotzdem als Kopfkino vor dem inneren Auge entstehen.

 

Fazit:

"Das verboten gute Buch" ist eine gelungene Fortsetzung zum "bösen Buch", steht aber komplett für sich alleine. Man hat beim Lesen wirklich das Gefühl, direkt mit dem Buch und seinen Figuren in Kontakt zu treten, was die Geschichte extrem spannend macht. Die Rätsel und kleinen Basteleien machen das Geheimnis um das Elementar direkt erlebbar. So macht Literatur auch schon jungen Lesern jede Menge Spaß.

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Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 3 von 3.

Till
Montag, 03. Januar 2011 20:05 Uhr
Tobi du hast Recht das geht garnicht seh ich auch so. Entwerder du machst dies mit einem Spiegel oder ich sag es dir: Die Wörter sind Leben, Elementar, erfüll und erwach.
Freu mich wenn ich dir helfen konnte
lg Till

Till
Montag, 03. Januar 2011 20:02 Uhr
Also ich finde dieses Buch sehr anspruchsvoll. Die Rätsel waren schön leicht bloß bei dem 1.Rätsel wird ich leiber ein Spiegel benutzen weil mit einem Glas klappt das nicht.
Die anderen Rätsel waren auch okay bis auf das mit dem Monster erraten woher soll man das dennwissen ich finde die hätten, also Frick und Bethi, noch die Auflösung sagen können das man dies noch irgendwie mit hineinbringt. Und eins noch Der Spruch für den Zauber bei dem Elementar hab ich nicht verstanden woher soll man den denn wissen? Aber ich fande dieses Buch suuper toll

Tobi
Freitag, 18. Juni 2010 09:01 Uhr
Danke für die ausführliche Rezension - aber da komme ich mir dann schon ein bisschen blöd vor, wenn es mir einfach nicht gelingen will, das erste Rätsel zu lösen. Klar habe ich gesehen, dass es sich einfach um Spiegelschrift handelt - aber wie soll ein Glas helfen, diese zu lesen? Kannst Du mir da vielleicht auf die Sprünge helfen? Antworten nehme ich gerne entgegen unter Trugbild - (at) - gmx.ch

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Buch:

Das verboten gute Buch

Autor: Magnus Myst

Illustrationen: Jörg Hartmann

Ueberreuter, Januar 2010

gebundenen, 143 Seiten

 

ISBN-10: 3800055414

ISBN-13: 978-3800055418

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 23.03.2010, zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49