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Das wilde Land von David & Leigh Eddings

Reihe: Götterkinder Bd.1

Rezension von Nadine Hemmersbach

 

Klappentext:

Man nennt sie Träumer.

Sie sehen aus wie schlafenden Kinder.

Doch in Wahrheit sind sie Götter.

Seit undenklichen Zeiten hüten vier alte Gottheiten das Land Dhrall im Norden und Süden, im Westen und Osten. Die Mitte des Reiches jedoch entzieht sich ihrer Macht uns wird von Göttern und Menschen zugleich gemieden. Hier erstreckt sich ein wildes, unwirtliches Land, das von dem teuflischen und machthungrigen Vlagh kontrolliert wird. Und als das grausame Vlagh seine gigantische Armee aus Monstren und Dämonen formiert, ist sein Ziel klar: die Auslöschung der gesamten Menschheit. Doch noch gibt es Hoffnung- denn eine uralte Prophezeiung verheißt die Ankunft von vier sagenhaften Kindern...

 

Inhalt:

Seit Anbeginn der Zeit herrschen die Mutter Meer und der Vater Erde über die Welt. Sie gestalten sie nach ihren Wünschen und lassen der Zeit ihren Lauf, das Land Dhrall ist jedoch etwas besonderes. Geschaffen von alten Göttern unterliegt es alleine ihrem Willen und hat seit jeher seinen angestammten Platz. Die Schöpfung dieses einzigartigen Landes war jedoch eine solche enorme Aufgabe, dass die Götter, wenn auch unsterblich und allmächtig, oft sehr erschöpft waren. Zur gleichen Zeit zogen jedoch junge Götter durch das Land, die so viel Mitleid mit den allen Göttern hatten, dass sie diese zu einer Rast drängten, während sie selbst die Aufgabe der Schöpfung übernahmen. So schliefen die alten Götter fünfundzwanzig Äonen lang, während die jungen Götter ihre Aufgabe weiterführten und als die alten Götter aufwachten waren sie erfrischt und bereit ihre Arbeit wieder aufzunehmen. So war es nun an den mittlerweile müden jungen Göttern sich zur Ruhe zu begeben. Und die Zyklen von Arbeit und Ruhe unter den Göttern schritt unabhängig von der Veränderung des Landes voran.

Als nun die ersten Menschen das Land bevölkerten, so teilten sie Götter das Land unter sich auf, um die Menschen zu beschützen. Norden, Süden, Westen und Osten wurden aufgeteilt, in der Mitte blieb jedoch ein riesiges Ödland, das zu keiner der vier Domänen gehörte. Denn das Ödland war unfruchtbar und feindselig gegen alles menschliche Leben. Dennoch existiert dort Leben. Das-man-Vlagh-nennt haust im Ödland. Eine Kreatur, weder menschlich, noch tierisch, die versucht seine eigene Armee, aus Insekten, Reptilien und Menschen heran zu züchten, die erst das Land Dhrall und dann die Welt erobern soll. Doch bevor dies geschieht erwachen die vier Träumer aus ihrem Schlaf, um das Land Dhrall vor dem Vlagh zu beschützen. Doch sie stehen nicht alleine. Die alten Götter sehen die Zeit der Träumer gekommen und heuern in weit entfernten Ländern Armeen zur Verteidigung Dhralls an. So kämpfen plötzlich Piraten neben Soldaten und einfachen Naturvölkern, um das Überleben der Menschheit.

 

Persönliche Beurteilung:

Das wilde Land ist der Auftakt zu einer faszinierenden neuen Saga, ganz im Stil des hochgeschätzten J.R.R.Tolkiens. David Eddings wurde durch sein Fantasy-Epos der „Belgariade“ bekannt und berühmt und setzt nun zusammen mit seiner Frau Leigh Eddings den Erfolg fort. Mit atemberaubenden Bildern und jede Menge Wortwitz vermögen es die beiden den Leser vollkommen in ihren Bann zu ziehen und zaubern mit ein paar einfachen Handgriffen ein neues Land, sowie eine Schöpfungsgeschichte aus dem Ärmel, auf die jede Kirche neidisch sein kann.

Die Idee des Bösen, das die Weltherrschaft ergreifen möchte ist zwar bei weitem nicht die neueste, aber die Art, mit der die, bei weitem nicht langweiligen bzw. normalen Götter dies zu verhindern suchen ist es dafür umso mehr. Wer würde denken, dass das Meer es schafft einen Gott auf den Mond zu schicken? Mit viel Witz und Sympathie vergisst man leicht, dass es sich bei den Hauptfiguren um Götter handelt, bis man mit einem beeindruckenden Donnerschlag der Geschehnisse wieder galant darauf hingewiesen wird.

Außerdem gibt das Geheimnis um die Träumer dem Leser ein interessantes Rätsel auf, das nur Stück für Stück aufgelöst wird. Man fiebert bis zum Ende des ersten Teils mit, der im übrigen schon sehr neugierig auf den zweiten Teil macht.

Die Schreibweise der Autoren ist einfach verständlich und obwohl man viel der Theorie um die Götter, ihre Zyklen, die Träumer und das Land Dhrall verstehen muss, merkt man gar nichts davon, da alles schön in kleine Geschichten oder ähnliches eingebunden ist. Bei diesem Buch langweilt sich keiner.

 

Fazit:

Meiner Meinung nach ist David & Leigh Eddings mit dem ersten Band zu Götterkinder ein Prachtexemplar der Fantasy- Literatur geglückt. Es bleibt nur zu hoffen, dass das rasante Tempo, das den ersten Band so aufregend und faszinierend macht nicht nachlässt oder gar ganz zum erliegen kommt. Aber bei so viel Ideenreichtum, wie die beiden Autoren bereits bewiesen haben scheint es eher unmöglich, dass die Folgebänder auch nur ansatzweise in ihrem Niveau nicht an „Das wilde Land“ herankommen werden.

Die Geschichte jagt den Leser von einem Gefühl ins nächste und gönnt ihm keine Atempause. Man liest bis spät in die Nacht hinein, nur um endlich zu erfahren, wie es weitergeht.

Ein Buch, das einfach Freude macht.

 

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Buch:

Das wilde Land

Reihe: Götterkinder 1

AutorInnen: David & Leigh Eddings

Blanvalet

Taschenbuch, 409 Seiten

 

ISBN: 3-442-24279-7

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.08.2005, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13