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Das wilde Pack schmiedet einen Plan

Rezension von Cronn

 

Eine wachsende Anzahl von Hörspielen ist momentan zu verzeichnen.

Hörspiele erfreuen sich immer mehr einer wachsenden Beliebtheit, nachdem sie in den letzten Jahren eher weniger präsent waren. Außer den bekannten Erfolgsreihen gelingt es auch verstärkt nun auch neue Serien und Reihen zu etablieren. Eine dieser Serien ist „Das wilde Pack“.

„Das wilde Pack“ ist eine Bande von Tieren, die unter einem Schrottplatz mitten in der Stadt leben und dort versuchen sich mehr schlecht als recht durchzuschlagen. Insgeheim träumen sie aber von einem ungezwungenen Leben fernab der Menschen, die ihnen nachstellen.

Das Autorenduo André Marx und Boris Pfeiffer sind bekannt. Marx arbeitet bei der Serie der ???-Büchern mit, während Boris Pfeiffer sich als Kinder- und Drehbuchautor einen Namen gemacht hat. Mit der Serie rund um „Das wilde Pack“ gelang es ihnen eine neue Serie auf den Markt zu bringen, welche von Kritikern und Publikum gleichermaßen akzeptiert wurde.

Das Label USM bringt nun seit Neuestem eine Hörspiel-Umsetzung dieser Bücher heraus. Als zweite CD der Serie ist „Das wilde Pack schmiedet einen Plan“ vor wenigen Wochen erschienen.

 

Inhalt:

Das Schnabeltier Oskar wurde als Ei in die Stadt gebracht und ausgesetzt, als es zu groß wurde. Die Tiere wissen nicht, welcher Tierart er angehört oder ob er doch eine Laborzüchtung ist. Also steigt das Wilde Pack mitten in der Nacht ins Naturkundemuseum der Stadt ein, um nach Oskars Herkunft zu forschen. Aufgeschreckt durch den Zoodirektor Müller, fliehen sie über die Dächer der Stadt und suchen Unterschlupf in einer Kirche. Dort kommt das Wilde Pack auf eine geniale Idee und erlebt ein neues spannendes Abenteuer auf seiner Suche nach der Freiheit.

 

Kritik:

Auch der zweite Teil von „Das wilde Pack“ kann mit den hervorragenden Sprechern aufwarten. Sie erst verleihen den Tieren im Hörspiel ihren unverwechselbaren Charakter und bringen sie somit lebendig rüber.

Erneut ist die musikalische Ausgestaltung überzeugend. Einzig die soundtechnische Umsetzung von Geräuschen kommt in der zweiten Folge der Serie nicht völlig überzeugend zum Ausdruck. Gerade die Schrittgeräusche während der Museums-Episode sind an Künstlichkeit kaum zu überbieten.

Abgesehen davon ist „Das wilde Pack schmiedet einen Plan“ ein Hörspiel, das durch seine Handlung gefallen kann. Auch hier gibt es wiederum einen ernsten Kern. Diesmal findet er seine Entsprechung in der Begegnung des Wolfes Hamlet mit seinen ausgestopften Artgenossen im Museum, die – in der Bewegung erstarrt – über eine Wildnisszenerie traben. Plötzlich wird sich Hamlet seiner Situation bewusst, als Gefangener innerhalb der Stadt dahinzuvegetieren, fernab der Wildnis, für die er eigentlich sich bestimmt sieht.

 

Fazit:

Von der Story her ist „Das wilde Pack schmiedet einen Plan“ schon eine Spur ernsthafter, obgleich die Flatterhaftigkeit und der erfrischende Humor des ersten Teils auch dem zweiten nicht abgehen.

Erneut sind erstklassige Sprecher am Start, was schon über die halbe Miete bei einem Hörspiel ist. Doch die Soundseite ist diesmal nicht völlig überzeugend, wie bereits vorhin ausgeführt.

Insgesamt bleibt ein befriedigender Eindruck im Gedächtnis haften. „Das wilde Pack“ kann eine der spannendsten Kinderserien der jüngsten Zeit im Hörspiel-Bereich werden. Der richtige Weg dazu ist jedenfalls eingeschlagen, soviel kann man nach den ersten beiden Produktionen schon sagen.

 

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Hörspiel:

Das wilde Pack schmiedet einen Plan

Audio CD (13. Oktober 2008)

Anzahl Disks/Tonträger: 1

Label: Usm (rough trade)

ASIN: 3803239516

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.12.2008, zuletzt aktualisiert: 22.03.2020 12:24