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Das zerstörte Land von Keith Baker

Reihe: Eberron - Die träumende Finsternis

Rezension von Christel Scheja

 

Der Autor von „Das zerstörte Land“, Keith Baker, ist gleichzeitig auch der Schöpfer dieser neuen Kampagnenwelt, mit der er 2003 eine Ausschreibung von Wizards of the Coast gewann. Um den Hintergrund lebendiger und für die Spieler vorstellbarer zu gestalten erschienen nicht nur Quellenbände und Abenteuer, auch eine Romantrilogie wurde von ihm selbst in Angriff genommen.

 

Die Saga um „Die träumende Finsternis“ begann mit „Die Stadt der Türme“. Wir lernten die Helden kennen: Daine, den Söldner, der einiges zu verbergen hat, die Magieschmiedin Lei aus dem Hause Cannith, Jode, den Heiler aus dem Volk der Halblinge und Stoß den Kriegsgeschmiedeten, ein künstliches Wesen aus den Werkstätten der Familie Cannith. Nachdem ihr Heimatland Cyre zerstört worden war, fanden sie Zuflucht in der Stadt Sharn. Doch dann wurden sie in sie in grausame Verbrechen und heimtückische Intrigen verwickelt.

Zwar konnten sie die Träger der pervertierten Drachenmale ausschalten, die sie ins Verderben ziehen wollten, aber sie bezahlten dafür einen hohen Preis. Dafür gewannen sie eine mächtige Freundin, Lakashtain, die Magierin mit Dämonenblut in den Adern.

 

Seither wird Daine von nächtlichen Visionen gequält in denen er seinem verstorbenen freund Jode begegnet. Er versucht sie zu verdrängen, kann aber nicht verhindern, dass sie ihn immer mehr beeinflussen. Um ihm zu helfen brechen die Freunde nach Xen’drik auf, einem finsteren Land, von dem man sagt, dass es nicht nur von undurchdringlichen Dschungeln bedeckt ist, sondern auch die Heimat von finsteren Mächten und gefährlichen Monstern. Einst lebten dort Riesen, die tief in die Macht der Schöpfung eingriffen und pervertierte Wesen schufen.

Doch nur dort können sie laut Lakashtai das Heilmittel finden.

Gerrion, ein Halbelf mit seltsam gräulicher Haut soll ihr Führer sein. Daine traut dem verschlagenen Mann nicht, hat aber wie die anderen keine Wahl außer ihm erst einmal zu folgen.

In Xen’drik merken die Freunde, dass die Warnungen und Gerüchte nicht gelogen sind. Schon bald bekommen sie es mit widerwärtigen Kreaturen und aggressiven Dunkelelfen zu tun.

Die Gruppe wird getrennt. Während Lei und Stoß seltsamen Kriegsgeschmiedeten begegnen, die keinem Herrn zu dienen scheinen und einen starken eigenen Willen besitzen, landet Daine in einer Obsidianstadt, die für ihn zur Todesfalle werden könnte. Denn ganz offensichtlich scheint er in den Augen der Drow eine große Gefahr zu sein...

 

Auch „Das zerstörte Land“ dient in erster Linie dazu dem Leser ein Gefühl für das Setting und die Hintergründe zu vermitteln. Allerdings muss man den ersten Band der Trilogie kennen, da Der Autor die dort gegebenen Beschreibungen hier als bekannt voraus setzt.

Durch die Reise nach Xen’drik lernt man neue Kulturen kennen, neue Monster, Völker oder Kreaturen und nicht zuletzt auch Geheimnisse, die für die weitere Handlung entscheidend sind. Die Einbindung Eberrons in das D&D-Universum wird eben so deutlich herausgearbeitet, wie die Gefahren, die die Welt in ein neues Chaos stürzen wollen.

Wieder schafft es Keith Baker ausgezeichnet seine Informationen in der Handlung einzubinden. Da nun schon einiges erklärt ist geht es actionreich weiter, die Helden erleben im Verlauf ihrer Reise eine Tour de Force an Begegnungen, Auseinandersetzungen und Todesgefahren.

Daine, Lei und ihre Freunde entsprechen zwar weiterhin im Großen und Ganzen den gängigen Archetypen, passen sich aber ihren gemachten Erfahrungen an und reifen dadurch. Sie warten mit manch einer bösen Überraschung auf, was auch der Handlung zu gute kommt. Nur an einigen Stellen gerät man durch unvermittelt eingefügte Rückblenden, die so nicht hätten sein müssen, aus dem Lesefluss.

 

Bis auf dieses kleine Manko bietet der Roman stimmige und spannende Unterhaltung, die nicht durch gehäufte Informationen gebremst wird. Da er dann auch noch mit einem Paukenschlag endet, ist man nun um so neugieriger auf den Abschlussband der Trilogie.

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Das zerstörte Land

Autor: Keith Baker

broschiert, 528 Seiten

Feder & Schwert, erschienen August 2006

ISBN: 3-937255-78-8

Titelbild von Mark Zug, Karten von Dennis Kauth und Rob Lazzaretti

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 13.09.2006, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13