Daughter of no Worlds (Autorin: Carissa Broadbent; The War of Lost Hearts 1)
 
Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Daughter of no Worlds von Carissa Broadbent

Reihe: The War of Lost Hearts Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Carissa Broadbent dürfte vielen Lesern bereits durch ihre Crowns of Nyaxia-Reihe bekannt sein. Nun legt Carlsen in seinem neuen Verlag Cove mit „Daughter of no Worlds“ eines ihrer früheren Werke auf. Das Buch ist der Auftakt der The War of Losts Hearts-Reihe.

 

Tisaanah hat über viele Jahre als Sklavin gedient und darauf gehofft, sich irgendwann freikaufen zu können, aber letztendlich ist es nur der Weg der Gewalt, durch den sie frei kommt und fliehen kann. Sie findet Zuflucht beim Mitternachtsorden, einem Bund mächtiger Beschwörer.

Dort hofft sie nicht nur ihre Kräfte weiter ausbilden zu können, sondern auch Unterstützung für die Befreiung ihres Volkes zu bekommen. Zu ihrem Lehrer wird der verschlossene Außenseiter Max, ein ehemaliger Soldat, der wenig von den andern Magiern und von ihr hält. Vor beiden liegt deshalb ein steiniger Weg.

 

Und wie man sich denken kann, ist das lange nicht alles, denn auch der Orden, vor allem einige der führenden Mitglieder haben ihre ganz eigenen Pläne mit der ehemaligen Sklavin, die aber mächtiger ist als sie selbst weiß.

Und auch Tisaanah bringt einiges an Misstrauen und Vorsicht mit, auch wenn sie natürlich nicht unfehlbar und anfangs nur von ihrer Rache getrieben ist. Aber im Zusammenspiel mit Max lernt sie nach und nach die Zusammenhänge zu erkennen, die sie vorher durch ihre Gefangenschaft nicht überblicken konnte.

 

Was Carissa Broadbent hier erzählt ist eine Zusammenstellung der Handlungsmuster, die man bereits aus ihren „Nyaxia“-Romanen kennt, angefangen mit der Heldin, die zwar weiß, das sie besondere Gaben besitzt, diese aber noch nicht beherrschen kann, über den Mann, in ihrem Leben, der erst wie ein Feind wirkt, aber dann der beste Freund ist, den sie haben kann.

 

Immerhin nimmt sie sich Zeit, die Geschichte aufzubauen, gibt vor allem dem ganz eigenen Magiesystem etwas mehr Raum, auch wenn die Welt selbst ein wenig blass bleibt. Die Figuren selbst lernen sich erst nach und nach kennen und lieben, wachsen dadurch aber glaubwürdig zu einem Paar zusammen.

 

Das wird durchaus unterhaltsam erzählt, hat aber gerade im Mittelteil so seine Längen, da die Handlung gerade dort durch viel zu viel zwischenmenschliches Geplänkel nicht ganz so voran kommt, wie es könnte.

Blass bleiben leider auch die Gegenspieler und meisten Nebenfiguren. Und wie so oft endet die Geschichte in einem sehr typischen Cliffhanger, auch wenn die Liebenden diesmal nicht getrennt werden.

 

Auch diesmal hat sich der Carlsen-Verlag nicht lumpen lassen, denn die Erstauflage kommt mit einem Wendecover, Goldprägung auf dem Buchdenken und natürlich einem Farbschnitt daher. Besonderes Gimmick ist der Duftsticker.

Fazit

Das alles macht »Daughter of no Worlds« zu einem perfekt auf die Zielgruppe junger Leser abgestimmten Schmuckstück, die diese Art der Romantasy zu schätzen wissen, auch wenn die intimen Szenen sehr sparsam eingesetzt werden. Immerhin bietet die Handlung auch für den Genre-Fan mehr als das übliche Liebesgeflüster, hat aber leider ein viel zu blasses Worldbuilding und zieht sich im Mittelteil etwas zu sehr um deutlich aus der Masse ähnlicher Titel heraus zu ragen.

Platzhalter

Buch:

Daughter of no Worlds

Reihe: The War of Lost Hearts Band 1

Autorin: Carissa Broadbent

Original: Daughter of no Worlds, 2020/23

Übersetzung: Kristina Flemm, Constanze Weise und Heike Holtsch

gebundene Ausgabe, 640 Seiten

Cove / Carlsen, 1. September 2025

 

ISBN-10: 3551586144

ISBN-13: 978-3551586148

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0F4D1JD74

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 03.09.2025, zuletzt aktualisiert: 18.09.2025 18:20, 25106