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Dead Rising: Watchtower

Rezension von Christel Scheja

 

„Dead Rising: Watchtower“ ist ein Film zu der auf dem Index stehenden Game-Reihe „Dead Rising und zwischen deren zweiten und dritten Teil angesiedelt. Die Macher der „Transformers“-Reihe haben sich des Stoffes angenommen und einen Streifen geschaffen, der die Stimmung und den Hintergrund der Saga wiedergeben soll, um Interesse bei denen zu wecken, die bisher noch nicht mit den Games in Berührung gekommen sind.

 

Der Online-Reporter Chase und seine Kamerafrau Jordan haben sich für ihren Sender in eine Kleinstadt begeben, in der das Zombievirus mit Gewalt ausgebrochen ist, weil die bisherigen Medikamente nicht mehr zu wirken scheinen. Schließlich wird der Ort abgeriegelt, die Evakuierung eingestellt, denn die Behörden wissen nicht mehr weiter.

Für die Menschen, die bis jetzt noch nicht infiziert sind, beginnt ein harter Überlebenskampf. Chase hängt sich an die geheimnisvolle Crystal, die schon seit Jahren mit dem Zombievirus zu leben scheint. Anders als andere Infizierte, erkrankt sie aber nicht und das macht ihn stutzig.

Während das Gemetzel seinen Lauf nimmt und eine Bikergang für zusätzliches Chaos sorgt, weil sie glauben, von dem Chaos profitieren zu können, sucht Chase nach der Wahrheit … und kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur.

Jordan ist es mittlerweile gelungen, sich in eines der letzten Camps am Rande der Sperrzone zu retten. Sie ist es, die schließlich herausfindet, dass hinter allem noch tiefgreifendere Intrigen stehen, als sie bisher dachten.

Aber kann dieses Wissen Chase und Crystal noch retten – und überhaupt an die Öffentlichkeit gelangen, wo auch das Militär sich einmischt?

 

Schon der Teaser am Anfang macht eines klar, wer „Dead Rising: Watchtower“ anschaut, sollte eine tiefschürfende Handlung mit facettenreichen Charakteren erwarten, sondern eine gute Mischung aus Action und Horror, bei dem munter alle Klischees des Horror-Genres, derer man habhaft werden konnte, bedient werden.

Das fängt an mit den Untoten, die zwar zunächst nicht gefährlich scheinen, weil sie einfach zu langsam sind, aber durch ihre Beharrlichkeit und in der Masse gefährlicher sind, als man denkt. Natürlich schaffen es der Held und die geheimnisvolle Frau an seiner Seite am Ende irgendwie zu entkommen – aber bis es so weit ist, müssen sie den Tod einiger Weggefährten miterleben und sich mehr als einmal auch mit den Lebenden herumschlagen.

Denn natürlich gibt es auch die rohen und brutalen Biker, die das Chaos ausnutzen, um sich zu bereichern und ihren Spaß zu haben. Sie halten sich für abgebrüht genug, um gegen die Zombies zu bestehen, auch wenn die ihnen zeigen, dass letztendlich doch nicht mit ihnen zu spaßen ist.

Das ganze wird mit ordentlich Blut und Gemetzel gemischt, so dass es auch eine Menge Schauwerte gibt, die über den gelegentlichen Leerlauf im Mittelteil gut hinwegtrösten können.

In einer Nebenhandlung um Kamerafrau Jordan erfährt man weitere Hintergründe der Geschichte – und natürlich auch von Verschwörungen, die den Vorfall nur für sich ausnutzen. Und das Tüpfelchen auf dem I sind die immer wieder eingestreuten Ausschnitte einer Sendung, in der ein zynischer Zombie-Experte zu Wort kommt und das ausspricht, was jeder Gamer und Horror-Fan eigentlich schon lange weiß.

Letztendlich ist die Handlung einfach gestrickt, Hintergrund und Figuren auf das Notwendige beschränkt, damit genug Raum für Action und Effekte bleiben. Letztere wirken nicht immer wie handgemacht, erfüllen aber ihren Zweck.

Auch die Schauspieler liefern angemessene Arbeit ab. Man merkt, dass Jesse Metcalfe und Co. erfahren genug sind, um ihre Figuren glaubwürdig zu verkörpern und so den Zuschauer an sich zu binden.

Bild und Ton sind auf angemessen hohem Niveau, auch die paar Extras auf der DVD können sich sehen lassen, so dass der Fan sicherlich seinen Spaß haben wird.

 

 

Fazit:

 

„Dead Rising: Watchtower“ mag zwar nach einer Videogame-Reihe gestaltet worden sein, ist aber auch ohne Probleme ansehbar, wenn man die Vorlagen nicht kennt. Dann entpuppt sich der Streifen als actionreicher Horror-Slasher, bei dem es zwar keine Fressorgien, aber ordentlich choreographierte Kämpfe gibt, bei denen auch das Blut spritzen darf. Die Geschichte ist vielleicht nicht frei von Klischees aber unterhaltsam genug, um die zwei Stunden angemessen zu füllen, so dass man sich nicht langweilt – wenn man diese Art von Filmen mag.

 

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Eure Meinung:

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DVD:

Dead Rising: Watchtower

Regisseur(e): Zach Lipovsky

Komponist: Oleksa Lozowchuk

Künstler: Tony Devenyi, Lorenzo di Bonaventura, Mahlon Todd Williams, Mike Jackson, Chris Foss, Tim Carter, Barbara Gregusova, Kristian Bailey, Don Mann, Tomas Harlan, Haruhiro Tsujimoto

Format: Dolby, PAL, Widescreen, RC 2

Sprache: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Deutsch

Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1

Anzahl Disks: 1

FSK: Freigegeben ab 18 Jahren

Studio: Polyband/WVG

Erscheinungstermin: 31. Juli 2015

Produktionsjahr: 2015

Spieldauer: 113 Minuten

ASIN: B00V5TVBNA

 

Erhältlich bei: Amazon

 

 

Darsteller:

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Jesse Metcalfe

Meghan Ory

Virginia Madsen

Dennis Haysbert

Rob Riggle

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Erstellt: 17.07.2015, zuletzt aktualisiert: 27.03.2020 10:23