Völlig erschöpft trifft die 16-jährige Lioné auf ein Monster, dem sie in ihrem Zustand nicht gewachsen ist. Nur die Tatsache, dass ein anderer Einzelgänger zufällig an diesem Ort übernachten will und ihr hilft, rettet ihr das Leben. Widerwillig entschließt sich Lioné, den Weg gemeinsam fortzusetzen. Schon bald wächst die Reisegruppe weiter an. Als sie dabei zufällig in einen Angriff des Rabenclans geraden, beschließen alle, sich ihm zu stellen.
Jenny van de Nord schafft im 1. Band ihres Mehrteilers eine Welt, die wirklich außergewöhnlich ist. Erscheint diese zunächst eindeutig dem Fantasy-Genre anzugehören, wird schnell klar, dass es hier auch ein technisch hoch entwickeltes Volk gibt. Was zunächst wie ein Widerspruch wirkt, erklärt sich von selbst, wenn man erfährt, dass die Welt Rem aus den Träumen der Erden-Menschen entstanden ist. Albträume inklusive.
Die Geschichte, die sich rund um die Protagonistin Lioné entwickelt, stellt eine Kombination aus Fantasy mit Science-Fiction-Elementen dar. Das Abenteuer der immer weiter anwachsenden Personengruppe, die sich um die Protagonistin bildet wobei auch immer wieder einzelne Charaktere dieser Gruppe sterben, nimmt beinahe epische Ausmaße an.
Auffällig ist, dass die Autorin keine Schwarz-Weiß-Figurenzeichnung betreibt. Mehrere Mitglieder der Protagonisten-Gruppe einschließlich Lioné selbst muss man als Grau bis dunkelgrau charakterisieren. Mitglieder zunächst als gefährlich eingestufter Völker und sogar ›Monster‹ erweisen sich dagegen schließlich als Kampfgefährten. Nach dem eigentlichen Endkampf dieses Bandes ergeben sich dann so viele neue Fragen, dass man nur auf eine baldige Veröffentlichung des 2. Bandes hoffen kann.
Die Autorin folgt überwiegend ihrer (Haupt-)Protagonistin Lioné, wechselt zwischenzeitlich erzählerisch aber auch mehrmals zu anderen Charakteren.