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Der Auslöser von James Luceno

Rezension von Christel Scheja

 

In den USA erschien Der Auslöser unter dem Titel Catalyst rechtzeitig vor Start des Filmes Rogue One. A Star Wars Story und bot eine wunderbare Einleitung zu den dortigen Ereignissen, erzählt die Geschichte doch genau von einer Figur, die auf der Leinwand eher stiefmütterlich behandelt wird, aber doch eine essentielle Bedeutung für die Saga hat: Galen Erso.


Über zwanzig Jahre zuvor werden der eigenbrödlerische Wissenschaftler und seine Frau Lyra von den Auswirkungen der Klonkriege eingeholt und auf der Welt, auf der sie arbeiten, eingesperrt. In der Gefangenschaft kommt auch beider Tochter Jyn zur Welt. Auch wenn er seine und die Freiheit seiner Familie erkaufen könnte, so weigert sich Galen Erso doch, einen Finger zu rühren, denn er ist durch und durch Pazifist.

Derweil wittert sein alter Freund und Studienkollege Orson Krennic eine Chance, seine Karriere voranzutreiben, indem er sich anbiedert an den geheimen Waffenprojekten des Obersten Kanzlers mitzuwirken. Er weiß, dass ein Mann zum Erfolg essentiell ist – Galen. Deshalb setzt er alles daran, diesen zu befreien, nach Coruscant zu holen, nach und nach in sein Netz aus Lügen und Intrigen einzuspinnen.

Während er sich bewusst mit Gouverneur Tarkin anlegt, um dem neu ernannten Imperator nahe zu kommen, spielt er seinem alten Freund vor, dass die Kristallforschung, die dieser betreibt, friedlicher Natur sei, nicht für die Produktion von Waffen gedacht ist, sondern zum Wohl unterentwickelter Planeten. Doch wird er diese Lügengebilde ewig aufrecht erhalten können?


Im Prinzip beschäftigt sich der Roman mit dem tragischen Schicksal der Familie Erso, die nach und nach zwischen den Fronten zerrieben wird, aber dennoch ihren Prinzipien treu bleibt. Galen und Lyra Erso wird der Raum gewährt, den sie im Film nicht bekommen. Das Buch beleuchtet aber auch den Machtkampf zwischen Tarkin und Krennic, der schon viel früher seinen Anfang nahm als man annehmen könnte und erklärt die tiefe Abneigung, ja den Hass, der zwischen beiden besteht.

Deshalb setzt der Roman auch weniger auf die Action, die man sonst von den „Star Wars“-Romanen kennt. Raumschlachten finden hier mehr oder weniger im Off statt, das was man gelegentlich mitbekommt sind die Auswirkungen auf die Charaktere selbst.

Auf der einen Seite bekommt man mit, wie sehr Orson Krennic schon in jüngeren Jahren bereit ist, Freundschaften über Bord zu werfen, nur um seinen persönlichen Ehrgeiz zu befriedigen. Man lernt auch Jyns Vater besser kennen und verstehen, begreift, warum er später den Weg ging, den er gegangen ist.

James Luceno legt sehr viel Sorgfalt in die Beschreibung der Figuren, gibt ihnen allen durchaus Tiefe, Ecken und Kanten, die man sonst nicht so sehr findet. Das macht den Roman sehr eindringlich, spannend über die Action hinaus und fesselnd genug, dass man ihn nur ungern aus der Hand legt.

Das Buch ergänzt die Lücken, die der Film hinterlassen hat, ist eine unterhaltsame und vor allem sehr sinnvolle Ergänzung, die auch noch Aspekte beleuchtet, die dort eher zu kurz gekommen sind. Und genau das macht es zu einem der besten Romane aus dem neuen »Star Wars«-Universum unter Disney.

 

Fazit:

»Der Auslöser« kann ohne Vorbehalte empfohlen werden, schafft es James Luceno doch nicht nur, dem »Star Wars«-Kosmos neue Facetten hinzuzufügen, sondern auch Figuren mit Leben zu erfüllen, die im Film eher Randerscheinungen blieben, aber essentiell wichtig waren. Mit Fug und Recht ist das Buch ein spannendes und abrundendes Prequel zu »Rogue One. A Star Wars Story«.

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Eure Meinung:

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Buch:

Der Auslöser

Original: Catalyst: A Rogue One Story, 2016

Reihe: Star Wars

Autor: James Luceno

Blanvalet, Mai 2017

Taschenbuch, 437 Seiten

Übersetzer:n Andreas Kasprzak

 

ISBN-10: 3734161185

ISBN-13: 978-3734161186

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B01N0NRY5K

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Zur Serie:

STAR WARS

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Erstellt: 23.05.2017, zuletzt aktualisiert: 07.06.2019 15:11