2 Jahre sind vergangen, seit Ying Ingenieursgilde und Hauptstadt verlassen hat. Sie lebt mittlerweile ein eher ruhiges Leben am Meer. Ihre Schwester Nian lebt unterdessen am Hof und wartet auf die arrangierte Hochzeit mit dem Oberkommandierenden Ye-yang, der allerdings wenig Interesse an einer Annäherung zu haben scheint. Stattdessen hat sie sich mit dessen jüngeren Bruder Ye-kan angefreundet. Die Ruhe beider Schwestern endet jedoch, als die Neun Inseln zunehmend von einer Piraten-Flotte bedroht werden, während sich in der Hauptstadt eine Verschwörung entwickelt.
Die Welt, in der Amber Chen ihre Steampunk-Fantasy-Dilogie ansiedelt, hebt sich schon durch ihr asiatisches Setting von denen ab, die der Genre-Fan hierzulande gewohnt ist. Eine zeitliche Verortung fällt schwer, da die Technik etwa der ›gewohnten‹ Steampunk-Epoche des 19. und frühen 20. Jahrhunderts entspricht, die gesellschaftlichen Strukturen jedoch (zumindest aus europäischer Sicht) deutlich früheren Zeiten ähneln.
Die Handlung setzt ungefähr 2 Jahre nach dem Ende des 1. Bandes (Von Jade und Drachen) ein. Auch thematisch unterscheiden sich beide Bände etwas. Lagen in Band 1 hauptsächlich die Bemühungen der Protagonistin, als Frau in der Ingenieursgilde aufgenommen und akzeptiert zu werden, im Fokus, ist es diesmal der Kampf gegen Piraten und Verschwörer. Yings Schwester Nian kommt eine erheblich größere Rolle zu. Sie erscheint beinahe wie eine 2., gleichberechtigte Protagonistin. Die Romantasy-Elemente werden natürlich weiter thematisiert, wirken beim Lesen aber nicht störend.
Mit Nian als 2. Protagonistin kommt in diesem Band auch eine 2. Erzählperspektive hinzu, sodass die Autorin diesmal zwischen beiden wechselt.