Der brennende Berg von Thomas Finn

Reihe: Die Wächter von Astaria, Band 3

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Der Brennende Berg“ schließt Thomas Finn seine neue Fantasy-Saga um „Die Wächter von Astaria“ ab. In dieser entführte er in eine Welt, die bewusst an das Italien der frühen Renaissance erinnert, in dem vor allem Stadtstaaten dominierten und das Wissen der Antike wieder wichtig wurde. Allerdings gibt es hier nicht nur Menschen, sondern auch Gnome, Goblins und geheimnisvolle Werwesen.

In der sichtbaren Gestalt von Sternbildern und Planeten wachen mystisch-magische Wesen über diesen Kosmos, die sogenannten „Erzstellare“. Sie haben vor langer Zeit dafür gesorgt, dass das Böse in Gestalt ihres gefallenen Bruders Astronos besiegt werden konnte. Seine mächtigsten Diener, die Sternenvampire wurden verbannt, er selbst in den Sternenkerker gesteckt. Doch nun ist es seinen schwächeren Dienern, den Werwölfen und Goblins gelungen, seine Rückkehr in die Wege zu leiten.

 

Zu den Helden, die bisher tapfer gegen das Böse und seine Schergen gekämpft und sie bereits hin und wieder in die Schranken verweisen konnten, gehören der junge Paladin Fabio, die angehende Sternenmystikerin Celeste Vontafei, der gnomische Himmelsmechaniker Meister Arciboldo und nicht zuletzt die abtrünnige Werwölfin Silvana.

Am Ende des letzten Bandes wurde Celeste in einem Handschlag der Bösen entführt und nach Osten verschleppt. So folgen ihre Gefährten der deutlichen Spur zum brennenden Berg, nur um dort feststellen zu müssen, dass man sie in eine gigantische Falle gelockt hat, aus der es kaum ein Entkommen gibt. Sie haben es auf die Klinge Merkuriels abgesehen, die der junge Paladin bei sich trägt

Dennoch ist Fabio nicht bereit, so einfach aufzugeben und wagt die Flucht nach vorne. Kaum ist das von Erfolg gekrönt, kommen neue Probleme auf sie zu, denn Celeste ist in der Gefangenschaft schwer krank geworden. Zu allem Übel laufen sie auch noch in die Hände einer menschlichen Patrouille, die von Verrätern getäuscht wurden und ausgerechnet Fabio und seinen Begleiter Raimondo für Feinde halten.

Zu allem Übel steht dann auch noch ein großes Heer der Goblins vor Firenze und droht die Stadt zu überrennen. Kann es sein, dass dort die große Entscheidungsschlacht statt finden soll? Oder ist das ganze nur die Spitze eines hinterhältigen Intrigenspiels, das der Großschamane Gruuk aus den Schatten heraus lenkt?

Antwort darauf kann vielleicht nur eine alte Prophezeiung geben, die ein ebenfalls im brennenden Berg gefangener Weiser aus dem Morgenland an Fabio weiter gegeben hat und die alle Geschehnisse noch rätselhafter als zuvor erscheinen lässt. Doch bevor die Gefährten diese Fragen klären können müssen sie sich einer letzten schweren Konfrontation stellen.

 

In „Der brennende Berg“ führen die offenen Handlungsstränge zusammen. Während die Helden noch einmal all ihre Kraft in den Kampf gegen das Böse werfen müssen und dabei vor einem Abgrund stehen, fügen sich allerdings auch die Geheimnisse und Hinweise, die sie zuvor gefunden haben zu einem Gesamtbild zusammen. Wie man es von Thomas Finn gewohnt ist, zelebriert er das in epischer Breite, wird aber auch nicht seiner Erzählweise untreu, die Hauptfiguren in den Mittelpunkt zu stellen. Jeder von ihnen bekommt noch einmal eine wichtige Aufgabe, die er lösen muss, um den Sieg in letzter Sekunde vorzubereiten. Damit es spannend bleibt, sieht es auch oft genug so aus, als sei schon der Versuch aussichtslos.

Wie in jeder klassischen Geschichte gibt es auch hier einige, die das größte Opfer bringen, zu dem sie fähig sind und wieder andere werden am Ende reich belohnt. Alles in allem geschieht zwar das, was man erwartet, aber es gibt dennoch viele kleine Überraschungen und Wendungen, die die Spannung schüren.

Dazu kommen sympathische Protagonisten, Anspielungen auf Werke der Weltliteratur wie Pinoccio und nicht zuletzt die Enthüllung von Geheimnissen, die sich zwar leicht angedeutet haben, zuvor aber noch nicht fassbar waren.

 

Damit wird „Der brennende Berg“ zum stimmungsvollen und passenden Abschluss der Saga um „Die Wächter von Astaria“, die vielleicht die Fantasy nicht neu erfunden, aber dennoch von Anfang bis Ende spannende Leseunterhaltung geboten hat.

 

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Der brennende Berg

Reihe: Die Wächter von Astaria, Bd. 3

Autor: Thomas Finn

gebunden, 506 Seiten

Ravensburger Buchverlag, erschienen September 2009

Titelbild von Joachim Knappe, Vorsatzillustration von Gottfried Müller

ISBN-10: 3473353051

ISBN-13: 978-3473353057

Erhältlich bei: Amazon

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zuletzt aktualisiert: 14.07.2019 14:18 | Users Online
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