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Der Codex von Douglas Preston

Rezension von Marco Dießner

 

Die Söhne der Familie Broadbent sind seit Jahren zerstritten. Doch dann verschwindet ihr Vater. Während die Polizei noch ermittelt, erhalten die Brüder eine erschütternde Botschaft: Der unheilbar kranke Maxwell hat sich mit seinen aus Königsgräbern zusammengeraubten Schätzen in eine geheime Grabkammer einschließen lassen. Nur wenn es den Brüdern gelingt, ihre Differenzen zu überwinden, können sie ihn in den undurchdringlichen Weiten des Regenwaldes finden - und ihr Erbe retten. Was die drei nicht wissen: unter den Schätzen befindet sich Der Codex, in dem das Heilwissen der Maya festgehalten ist. Pharmakonzerne und andere Verbrecher sind bereit, dafür über Leichen zu gehen ...

 

Die drei Brüder könnten nicht unterschiedlicher sein; während der eine Tierarztpraxis im Indianerreservat unterhält, der zweite in einer Kommune lebt und nach Erleuchtung sucht, ist der dritte Professor an einer Uni und lebt weit über seine Verhältnisse…

Der alte Broadbent will diese drei völlig unterschiedlichen Charakter dazu zwingen zusammenzuarbeiten, indem er ihnen die Aufgabe überträgt sein Grab zu finden- er will Männer aus ihnen machen. Womit er aber nicht gerechnet hatte sind Habgier und Neid ihrer Mitmenschen, bis hin zum Verlangen einiger großer Pharmakonzerne- die in den im Maya Codex niedergeschriebenen Heilverfahren das ganz große Geschäft wittern.. und da ist dann noch sein alter Partner- der die Gelegenheit beim Schopfe greift und endlich nach vielen Jahren seine Rechnung präsentieren will. Scheinbar lässt er sich von einem der Söhne anwerben, dabei bietet er seine Unterstützung gleichzeitig einem Pharmakonzern an, der durch fehlgeleitete Börsenmanöver in Schwierigkeiten geraten ist und dringend ein paar neue Produkte braucht- Dieser Konzern will den Maya Codex.. um jeden Preis…

Die Situation beginnt sehr schnell zu eskalieren, kaum das die drei Brüder voneinander unabhängig mit je einem Vertrauten den Dschungel betreten haben. In dieser grünen Hölle beginnt sehr schnell ein Spiel um Leben und Tod, Macht und Geld und nach einer Weile, wird selbst das bedeutungslos als es nur noch ums nackte Überleben geht… Tief im Dschungel, auf einem einsamen Hochplateu, kommt es in einer alten Ruinenstadt zu einem Atemberaubenden Showdown.

 

Ein wirklich gelungener Roman, wenngleich Preston mit dieser, Streckenweise eher an eine klassische Abenteuergeschichte erinnernden Handlung, stellenweise etwas vom dem abweicht was man von ihm gewohnt ist, liefert er hier eine hervorragende Arbeit ab, und beweist sein schriftstellerisches Können. Die Charakter sind detailliert ausgearbeitet und dargestellt, die Guten ebenso wie die Bösen. Auch die Indios sind in sehr ansprechender Weise beschrieben. Die Schilderungen des Dschungels von Honduras und seiner Einwohner sind sehr lebhaft. Preston gelingt es hier mühelos die Bilder im Geist des Lesers wachzurufen, seine Fantasy anzuregen . Ich konnte sie regelrecht sehen, riechen und schmecken die Luft und die Vegetation sowie die mannigfaltige Tierwelt. Spannend, interessant, hart ein Thriller wie man ihn sich besser nicht wünschen könnte- eben ein echter Preston

 

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Der Codex

Autor: Douglas Preston

Broschiert: 480 Seiten

Verlag: Droemer/Knaur (Juli 2006)

ISBN: 3426628066

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 26.07.2006, zuletzt aktualisiert: 31.05.2019 18:27