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Der finstere Fels von Lemony Snicket

Reihe: Eine Reihe betrübliche Ereignisse Bd.10

Rezension von Heike Rau

 

Die widrigen Umstände haben es mit sich gebracht, dass die Baudelaire-Waisen nun getrennt ums Überleben kämpfen müssen. Die kleine Sunny befindet sich in der Limousine Graf Olafs, der sich seinem Ziel, sich das Erbe der Kinder zu erschleichen, so nahe wie nie fühlt. Er und seine Bande müssen nur noch ins F.F.-Hauptquartier, um die Snicket-Akte zu vernichten, damit diese auf keinen Fall den Behörde in die Hände fallen kann.

 

Klaus und Violet befinden sich im Wohnwagen, der ehemals an die Limousine angekoppelt war. Nur Violets Einfallsreichtum ist es zu verdanken, dass der Wohnwagen kurz zum Stehen kommt, bevor er den Gipfel hinunter stürzt. Zwar haben die beiden nun nichts mehr außer ein paar Kleidungsstücken und Gegenständen, aber sie sind am Leben. Sie müssen nun dem Blutigen Bach folgen, um ebenfalls das F.F.-Hauptquartier am Finsteren Felsenmeer in den Mortmain-Bergen zu erreichen, um ihre Schwester aus den Klauen Graf Olafs zu befreien.

 

Auf ihrem Weg treffen sie nicht nur auf übel gelaunte, angriffslustige Zuckmücken, sondern auch auf die unfreundliche Carmelita Späts, die mit einer Pfadfindergruppe aus dem Internat, dass die Baudelaires eine Zeit lang besuchen mussten, hier in den Bergen unterwegs ist. Um nicht erkannt zu werden, müssen Klaus und Violet ihrer Gesichter verhüllt halten, was aber gleichzeitig ein guter Schutz gegen die Zuckmücken ist.

 

Während Sunny sich bemüht, nicht den Zorn von Graf Olaf auf sich zu ziehen, der immer wieder droht, sie den Berg hinunterzustoßen, bekommen Violet und Klaus unerwartet Hilfe von einem Totgeglaubten. Vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, wird ja doch noch alles gut und Klaus und Violet können ihre Schwester Sunny bald wieder in die Arme schließen.

 

Der Autor schreibt in gewohnter Art und Weise, was die Fans dieser Buchreihe sehr freuen dürfte. Adjektive wie elendiglich, melancholisch, jämmerlich, finster, bösartig, frustrierend, mörderisch, unerträglich oder bedrohlich kommen in großer Anzahl vor. Selbst dem Autor, der ein Netz aus Geheimnissen um sich spinnt, scheint es schwer zu fallen, die Geschichte der Waisenkinder in allen Einzelheiten zu erzählen. Man kann sich gut vorstellen, wie die eine oder andere Träne auf das Manuskript getropft ist.

 

Die Geschichte strotzt nur so vor haarsträubendem Unsinn und bringt trotzdem das Mitgefühl zum Kochen. Kein Wunder, dass die Waisenkinder angesichts des ganzen Elends auf die Idee kommen, ähnlich vorzugehen wie Graf Olaf. Mit unlauteren Mittel planen sie, ihrem Schicksal eine Wende zu geben. Zum Glück erwacht das schlechte Gewissen gerade noch rechzeitig und die Grenze zwischen Gut und Böse bleibt bestehen.

 

Dennoch gibt es kein glückliches Ende. Genaugenommen kommen die Kinder keinen Schritt weiter. Zwar haben sie einige Rätsel entschlüsselt, doch es kamen neue hinzu. Es gibt wirklich keinen Grund, hoffnungsvoll in die Zukunft der Baudelaire-Kinder zu blicken. Das Elend nimmt kein Ende.

 

Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 2 von 2.

Franziska
Donnerstag, 16. März 2006 17:51 Uhr
Findes das Buch auch gut,
generell die ganze Reihe, wann gibt es denn den zwölften Band?

Janette
Mittwoch, 22. Februar 2006 09:08 Uhr
das buch ist sehr ,sehr gut

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Buch:

Der finstere Fels

Reihe: Eine Reihe betrübliche Ereignisse Bd.10

Autor: Lemony Snicket

Illustrationen von Brett Helquist

Aus dem Amerikanischen von Klaus Weimann

Erschienen im Februar 2006

313 Seiten, gebunden, 10,00 Euro

Manhattan im Wilhelm Goldmann Verlag, München

ISBN: 3-442-54584-6

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 22.02.2006, zuletzt aktualisiert: 06.04.2019 12:11