Ernestus und Anathêna sind immer noch zusammen unterwegs, und wieder haben sie einige besondere Begegnungen. Dabei werden sie beauftragt, den mächtigen Helistein vor dem Zugriff anderer zu bewahren. Das stellt sich als erheblich komplizierter als gedacht heraus. Auch sonst ist in den Ländern, wo später die Schweiz entstehen soll, einiges in Bewegung. Alte und neue Religion, magische Wesen und die Mauren, die ihren Herrschaftsbereich ausdehnen wollen, bringen das altgewohnte Leben in Bewegung.
Andreas Sommer setzt die im 1. Band (Der Ruf der Feenkönigin) begonnene Handlung dort fort, wo damals Leser und Protagonisten zurückgelassen wurden. Wie bisher werden in die Fantasy-Story zahlreiche Sagen des Handlungsraums einbezogen. Da mir persönlich diese schweizerische Sagenwelt jedoch vollkommen fremd ist, kann ich nicht beurteilen, wie stark diese Vorlagen bei der Entstehung dieses Buches interpretiert wurden. In Anbetracht der Tatsache, dass die Handlung im Jahr 936 angesiedelt ist, dürften schriftliche Quellen aus der damals mit Sicherheit sehr ländlich geprägten Region ohnehin nur wenig vom realen Leben der Menschen dort verraten. Diese Mischung aus historischer Fantasy und örtlicher Sagen-Welt, vom Verlag als Helvetic Fantasy bezeichnet, kann Genre-Fans jedenfalls überzeugen, wobei dieser Band sogar noch etwas runder als sein Vorgänger wirkt.
Der Autor wechselt erneut erzählerisch zwischen einer ganzen Reihe an Charakteren hin und her. Auch diesmal ist der Text wieder typisch schweizerisch ß-frei gesetzt.