Eine junge Frau sucht Holmes und Watson auf. Ihr Verlobter, Ägyptologe am British Museum, ist verschwunden. Alles deutet darauf hin, dass er einem verborgenen Geheimnis am berühmten Rosetta Stone auf der Spur war.
Neo-Holmes-Romane kann man mittlerweile schon beinahe als eigenes Genre bezeichnen. Mal mehr, mal weniger gelungen versuchen deren Autoren, den Stil und das Feeling von Arthur Conan Doyles Original einzufangen – oder auch die Idee bewusst neu zu interpretieren.
Adrian Vogler gehört zu denen, die versuchen, sich möglichst nah am Original zu halten. Dabei orientiert er sich sogar an der Veröffentlichungsweise des Großteils der Sherlock-Holmes-Geschichten, die damals als Fortsetzungsgeschichten in einer Zeitung veröffentlicht und erst später als Buch zusammengefasst wurden.
So soll auch Der Fluch des Rosetta Stone in 10 kurzen Teilen in eBook-Form erscheinen. Im vorliegenden Teil 1 lernt der Leser (neben den beiden Protagonisten Holmes und Watson) nach der Vorgeschichte des Steins vorerst die Klientin kennen. Das Ambiente dabei passt sehr gut zu den Original-Geschichten. Der Fall selbst bleibt vorläufig also noch vollständig offen.
Der Autor überlässt es wie im Original Dr. Watson, die Vorgänge zu erzählen. Dass bei der Entwicklung der Story auch eine KI mitwirkte, wird ausdrücklich zugegeben.