Matthew Bennett liegt nach dem Schuss seines Vaters, dem Sheriff von Everly Falls, im Koma. Der würde am liebsten die Lebenserhaltung abschalten lassen, denn er hält seinen Sohn nach wie vor für einen Massenmörder. Als Matthew jedoch aus dem Krankenhaus verschwindet, obwohl das nach Aussage der Ärzte eigentlich unmöglich ist, kommen Ethan Bennet langsam Zweifel an der Schuld seines Sohnes.
In der Fortsetzung seiner Horror-Novelle Der Fluch von Everly Falls setzt Marshall Flynn die Geschichte fort, wobei diesmal der Vater des dortigen Protagonisten und Ich-Erzählers diese beiden Rollen übernimmt.
Mit dem neuen Deputy Sean Higgins kommt ein neuer Charakter hinzu, der diesmal eine zentrale Rolle einnimmt. Erneut legt der Autor den Fokus weniger auf die aufsehenerregenden Todesfälle an sich, als auf die persönliche Bedeutung der Vorfälle für den (diesmaligen) Protagonisten. Wie zuvor sein Sohn, steht jetzt Sheriff Bennet zunehmend allein gegen alle.
Insgesamt finde ich diesen Band noch stimmiger als seinen Vorgänger. Die Tatsache, dass es einen 3. Band geben wird, verrät natürlich schon, dass das Grauen auch diesmal nicht besiegt wird. In Band 3 soll die Handlung mit der einer anderen Geschichte des Autors, Tod über Magnolia Springs, die ich allerdings nicht kenne, verknüpft werden. Da letztere als Science-Fiction-Horror-Drama bezeichnet wird, könnten dann auch völlig neue Aspekte ins Geschehen einfließen.
Stilistisch behält der Autor die Elemente des 1. Bandes bei.