Cassandra Morgan hat Geburtstag, aber einen Grund zum Feiern hat sie nicht. Heute vor 7 Jahren hatte ihre Mutter sie ›vorübergehend‹ ins Kinderheim gebracht – und seitdem hatte sie nichts mehr von ihr gehört. Und dann verkündet ihr die Heimleiterin, dass ihre Mutter offiziell für tot erklärt wurde und das Jugendamt deshalb eine neue Unterbringung für sie suchen wird. Durch die Todeserklärung erfährt Cassandras Tante jedoch erst, dass sie eine Nichte hat und Cassandra erfährt, dass sie einem mächtigen Hexenclan entstammt.
Skye McKenna nutzt als Einstieg in ihren Jugend-Urban-Fantasy-Mehrteiler die schon fast klassische Situation, dass ein junger Mensch überraschend in die Welt seiner Vorfahren gerät und dabei von seiner eigenen Magie erfährt. Auch was dann folgt, entspricht weitgehend dem Gewohnten: Die junge Protagonistin muss sich in eine ihr fremde Welt hineinfinden, muss Freund- und Feindschaften aufbauen. Als Nichte der mächtigen Haghexe weckt sie bei manchen auch Neid. Zusammen mit ihren neuen (und ausschließlich weiblichen) Freundinnen übertritt sie schnell auch die in der Gemeinschaft geltenden Grenzen, um nach ihrer Mutter zu suchen.
Trotz der relativen Ähnlichkeit zu anderen Werken des Genres kann die Geschichte den Leser aber mitnehmen, zumal es am Ende dieses Bandes auch Aufklärung zur Frage des Verbleibs der Mutter gibt. Damit deutet sich natürlich auch an, in welche Richtung sich die Story weiterentwickeln könnte. Falls es der Autorin dabei gelingt, sich stärker vom Schema F zu lösen, könnte diese Reihe richtig gut werden.