Der grüne Tod (Autor: Alan Dean Foster; Pip und Flinx)
 
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Der grüne Tod von Alan Dean Foster

Reihe: Pip und Flinx

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Der Abenteurer Philip Lynx, von seinen Freunden kurz "Flinx" genannt, gerät auf einer fremden Welt in arge Bedrängnis. Ein kaltblütiger Händler will Flinx ständigen Gefährten, den empathischen Drachen Pip, für seinen Zoo erwerben - notfalls mit Gewalt. Flinx weigert sich, Pip zu verkaufen und muss schließlich in den unkartierten Weltraum fliehen. Als er auf einem fremden Dschungelplaneten notlandet, fangen seine Probleme erst richtig an. Denn nun muss er nicht nur den zahlreichen Gefahren der grünen Hölle trotzen, sondern auch feststellen, dass der unbarmherzige Händler ihm dicht auf den Fersen ist ...

 

Rezension:

Zwölf Jahre musste der Leser warten, bis die Fortsetzung der Flinx-Romane auch auf Deutsch erschien und wohl noch eine ganze Weile wird er den Originalausgaben hinterherhinken, denn Foster veröffentlichte bereits 7 weitere Bände und für 2009 ist der Achte angekündigt.

Obwohl diverse Sammelbände und Nachauflagen die Beliebtheit der Flinx-Romane auch in Deutschland belegen. Doch schon die Herausgabe des Frühen Homanx-Zyklus erfreute den Fan und so ist spät besser als nie.

 

Der grüne Tod ist aber nicht einfach nur ein Flinx-Roman. Foster setzt Flinx in jenen gigantischen Welt-Wald ab, der schon in dem Roman Die denkenden Wälder die Hauptrolle spielte. Die dort beschriebene Symbiose zwischen Menschen und Wald steht auch diesmal wieder im Mittelpunkt der Handlung. Mehrere Generationen lang hatten die Menschen Zeit, sich weiter zu entwickeln. Foster lässt sie sich anpassen, etwa durch beweglichere Zehen, die grundsätzliche Beziehung zwischen Furcot als integraler Bestandteil des Waldes und einem Menschen belässt er aber. Wir erleben eine in Stämme gegliederte Kultur, die trotz der sehr naturverbundenen Lebensweise über teilweise sehr moderne Werkzeuge verfügt, jeweils so weit, wie es notwendig ist. Höhere Technik ist dafür nicht zu gebrauchen, denn wo schon das Display eines Peilsenders ausreicht, gefährliche Tiere und Pflanzen anzulocken, besteht kaum Bedarf daran.

So offenbart uns Foster auch beständig große und noch größere Gefahren im Dschungel. Das Fressen und Gefressenwerden treibt er sogar noch in eine zweite Richtung auf die Höhe.

Flinx wird von dem verwöhnten Händler verfolgt, der von einem AAnn-Trupp abgelöst wird, der von einem Commonwealth- Peacekeeper abgelöst wird. Und über allem schwebt das unbeschreiblich Böse, welches Flinx durch die Hilfe der so geheimnisvollen wie intelligenten Ulru-Ujurrern fern im Weltall spürte.

Aber seine Ankunft auf Midworld ist wohl doch nicht so zufällig. Nicht nur er hat im kosmischen Spiel eine feste Rolle auch das planetare Pflanzenbewusstsein scheint sehr genau zu wissen, was zu tun ist.

Der immer noch sehr junge Flinx muss dabei zunehmend mit der Tatsache fertig werden, dass er seine kosmische Rolle nur unter großen Opfern erfüllen kann und ob er das überhaupt will, muss er auch erst noch mit sich klären.

Wie schön etwa wäre es auf Midworld zu bleiben und mit der eingeborenen Teal eine Familie zu bilden inmitten eines unerschöpflichen Wissensparadieses.

 

Wie schon bei „Die denkenden Wälder“ will man nicht zu schnell lesen, um die Zeitspanne zu verlängern, in der man auf Midworld, inmitten des lebenssprühenden Waldes verweilt. Foster schafft es erneut mühelos, für diese Welt mit ihren Schönheiten und Gefahren zu begeistern. Die Handlung spielt dabei nur eine kleine Rolle, zumal sie ja auch eher eine Richtung für die folgenden Romane eröffnet.

 

Sehr interessant ist das Titelcover von Arndt Drechsler, der bisher auch durch Cover für die Serie Sternenfaust bekannt wurde, das besonders durch die Farbgebung auffällt. Der Kontrast zwischen grünem Wald und den Flügeln des Drachen setzt sich fort zwischen Titel und Autor, selbst wenn mir Flinx etwas zu entrückt dreinschaut, ist es endlich einmal wieder ein echtes Titelbild, passend zum Buch.

 

Fazit:

Alan Dean Foster verbindet zwei seiner beliebtesten Schöpfungen miteinander und bereitet ganz nebenbei eine neue spannende Reihe innerhalb seines Homanx-Universums vor. Empfehlenswert für Fans und Neueinsteiger gleichermaßen.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230606154132e711bf05
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Der grüne Tod

Reihe: Pip und Flinx

Autor: Alan Dean Foster

Original: Mid-Flinx, 1995

Übersetzer: Michael Neuhaus

Lübbe, 15. Januar 2008

Taschenbuch, 450 Seiten

Coverbild: Arndt Drechsler

ISBN-10: 3404243676

ISBN-13: 978-3404243679

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 15.02.2008, zuletzt aktualisiert: 07.05.2023 18:07