In Das Mädchen aus der schwebenden Welt spielte die Akrobatin Ren die Hauptrolle in einer Geschichte, die harmlos begann, dann aber schnell in einen Kampf zwischen Gut und Böse ausartete. Und natürlich durfte auch mit dem jungen Kopfgeldjäger Sunho ein männlicher Gegenpart nicht fehlen.
Ren musste sich ihrer Vergangenheit stellen, nachdem sie ihre Lichtmagie entfesselte, um ihre Freunde zu retten. Sie hat ihr Erbe und damit ihre rechtmäßige Stellung als Himmelsfee angenommen und muss nun beweisen, ob sie Symbol bleiben oder Herrscherin sein will, denn nicht alle stehen auf ihrer Seite.
Während sie sich noch der Intrigen erwehrt und das Nachbarreich Volmar angreift, versucht sie aber auch Sunho zu helfen. Denn der hat massive Probleme, muss er doch den Dämonen zu beherrschen lernen, der in einem Mithril-Labor mehr oder weniger in ihn eingepflanzt wurde.
Da die Handlung dort weiter macht wo der erste Teil aufhörte, sollte man diesen auch kennen, da die Autorin keine Zusammenfassung bietet und gleich ordentlich los legt. Denn natürlich kommen Ren und ihre Freunde nicht zur Ruhe. Obwohl es zunächst ein bisschen danach aussieht.
Die offensichtlichen Feinde konnten zwar besiegt werden, allerdings gibt es immer noch genügend Intriganten, die ihren Einfluss behalten wollen. Und dann kommt natürlich auch noch ein äußerer Feind dazu, der sich auch nicht scheut, ebenfalls recht schmutzige Methoden zu verwenden.
Immerhin stehen einige Leute mehr als früher auf der Seite von Ren und tun alles, um sie zu unterstützen und ihr den Rücken frei zu halten. Denn das Abenteuer steht auch hier im Vordergrund, die Figuren müssen in ihre Rollen hineinwachsen und lernen mit ihren Kräften umzugehen. Dabei können auch die Charaktere in ihrem Umfeld punkten, die ebenfalls eng in die Action eingebunden sind.
Alles in allem spielt die Autorin gelungen mit den Elementen der koreanischen Mythologie und macht daraus etwas neues. Die Liebesgeschichte selbst bleibt dezent im Hintergrund und eine nette Dreingabe, die dem ganzen eine gewisse Würze schenkt.
Auch der Abschluss ist rund und bricht noch einmal mit den Erwartungen westlicher Leser, passt aber wunderbar zum Buch und zur koreanischen Kultur. Wie immer ist die Geschichte flott geschrieben und kommt ohne Längen aus.