Vinea ist überrascht, als sie feststellen muss, dass die Zustände auf Amadal noch schlimmer sind als auf Elise. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich dem dortigen Widerstand anzuschließen. Währenddessen versucht die Gruppe um Noran, ihren Auftrag zu erfüllen, obwohl die Erfolgsaussichten immer weiter zu sinken scheinen. Erst ein Zusammentreffen des Druiden mit dem Ältesten bringt beiden überraschende Erkenntnisse.
Mit dem 2. Band seiner Mitrys Trilogie setzt Paweł Kopijer die Handlung des 1. Bandes (Finsternis im Blut) unmittelbar fort. So unmittelbar sogar, dass ich wahrscheinlich Schwierigkeiten gehabt hätte, wieder mitten in die unterbrochene Szenen hineinzufinden, die in beiden Handlungssträngen fortgesetzt werden, wenn Band 1 bei mir nicht nur einige Tage zurückläge. Hier wäre eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse ideal gewesen. Lesern, bei denen das Lesen des Vorgängers Monate zurückliegt, könnten hier Schwierigkeiten bekommen.
Etwas überraschend ist, dass der Handlungsstrang um Vineas Erlebnisse auf Amadal diesmal eher wie eine Nebenhandlung wirkt. Der Strang um Noran bildet eindeutig den Kern dieses Bandes. Hier warten auf den Leser (genau wie auf den Protagonisten selbst) eine ganze Reihe an Überraschungen. Auch das Aufeinandertreffen zwischen dem Ältesten und dem Druiden bringt einige für die Geschichte bedeutungsvolle Informationen zutage. Hier wird auch mein Verdacht bestätigt, den ich in meiner Rezension zu Band 1 bereits ansprach. Genau diese Erkenntnis lässt aber auch die Vermutung zu, dass es im Abschlussband dieser Fantasy-Trilogie wieder Vinea sein wird, die zur Hauptperson wird.
Auch in diesem Band, der deutlich dünner als sein Vorgänger ausfällt, wechselt der Autor wieder zwischen den Handlungssträngen, wobei diesmal mit dem Treffen des Druiden ein weiterer dazu kommt, in dem keiner der beiden eigentlichen Protagonisten anwesend ist.