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Der Kampf des Geisterjägers von Joseph Delaney

Reihe: Spook Band 4

Rezension von Bine Endruteit

 

Auf Tom Ward, den Lehrling des Spook, wartet die vielleicht schwierigste Aufgabe, die er zu bewältigen hat. Gemeinsam mit seinem Meister muss er nach Pendle, um dort die Macht der Hexenclans zu zerschlagen. Noch nie war das Leben dort einfach für die Menschen, aber nun scheint es, als würden die drei mächtigsten Clans, die Deanes, die Malkins und die Mouldheels, sich vereinigen wollen. Schon für sich genommen sind sie ausgesprochen gefährlich, doch der Spook erklärt Tom, dass ihre Macht bei einer Vereinigung nahezu unendlich sei. Sie könnten dann den Teufel höchstpersönlich heraufbeschwören.

 

Doch nicht nur das Wohl der Allgemeinheit ist es, was Tom den Mut gibt, sich den Hexen zu stellen, er hat auch einen ganz persönlichen Grund dafür. Als er auf den Hof seiner Familie gegangen ist, um dort die Truhen zu holen, die seine Mutter ihm bei ihrem Weggang zurückgelassen hat, muss er mit Schrecken feststellen, dass nicht nur sie verschwunden sind, sondern auch seine Familie entführt wurde. Sein Bruder Jack, dessen Frau und deren Tochter wurden von einem der Hexenclans mitgenommen. Dem Lehrling des Geisterjägers bleibt also gar nichts anderes übrig, als ihnen zu folgen und zu versuchen, sie aus den Klauen der Finsternis zu befreien.

 

„Der Kampf des Geisterjägers“ ist bereits der vierte Band der Spook-Reihe von Joseph Delaney. Es sind jedoch alle in sich abgeschlossen. Die Geschichte kann man dann am besten genießen, wenn man auch die vorangegangenen Romane kennt, allerdings ist das Buch auch ohne Vorkenntnisse recht gut zu verstehen.

 

Der Gruselfaktor in „Der Kampf des Geisterjägers“ ist ausgesprochen hoch. Die Erzählung ist mit Sicherheit nichts für zarte Gemüter. Gerade für ein Jugendbuch geht es hier stellenweise doch recht heftig zur Sache. Das macht das Buch aber auch so besonders gut und sorgt für jede Menge Spannung.

 

Wie auch die anderen Teile fällt es als erstes durch seine außergewöhnliche Gestaltung auf. Der Einband ist einem altertümlichen Ledereinband nachempfunden, jedes Kapitel wird von einer wunderbaren, holzschnittartigen und düsteren Zeichnung eingeleitet und am Ende findet sich ein Ausschnitt aus Toms Tagebuch.

 

Doch der Inhalt bleibt dahinter nicht zurück. Tatsächlich wird man mit jedem Band mehr in die Welt des Spooks hineingezogen. Delaneys Geschichte liest sich fast wie ein Erlebnisbericht aus vergangenen Tagen. Teils ein wenig sachlich, teils ausgesprochen emotional, gerade so wie sich der Protagonist Tom gerade fühlt. Auf diese Weise kann man gut mit Tom fühlen und nachvollziehen, warum er etwas tut.

 

Erstaunlicherweise versteht es der Autor auch im vierten Band die Spannung extrem gut zu halten. Wo viele andere an einem gewohnten Muster festhalten, bietet dieser Zyklus immer wieder etwas Neues. Inzwischen sind zwar alle Figuren eingeführt, aber das macht sie nicht weniger faszinierend. Außerdem werden immer wieder neue Bedrohungen aktiv und das Netz der Gefahren um Tom zieht sich immer stärker zusammen.

 

Fazit:

„Spook“ ist eine wirklich lesenswerte Serie, die von Band zu Band an Spannung gewinnt. Die schöne Gestaltung macht sie außerdem zu einem kleinen Juwel im Bücherregal.

 

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Der Kampf des Geisterjägers

Reihe: Spook Band 4

Autor: Joseph Delaney

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Verlag: cbj (August 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3570133990

ISBN-13: 978-3570133996

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 23.09.2008, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 11:00