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Der Keller von Richard Laymon

Rezension von Christine Schlicht

 

In Malcasa Point, einem verlorenen Nest an der Küste nördlich von San Franzisco steht ein altes Haus, das die einzige Attraktion des 400 Seelen-Nestes ist. 1902 von der Witwe eines berüchtigten Banditen erbaut, soll es Schauplatz mehrerer grausamer Morde gewesen sein. Die Nachfahren der Witwe machen tagsüber Führungen durch das Anwesen, des Nachts ist der Zutritt verboten, denn dann geht „Die Bestie“ um.

 

Ein kleiner Junge, der die Führung mitgemacht hat und deswegen verängstigt ist, wird von seinem Vater gezwungen, mit ihm Nachts dorthin zu gehen. Sie werden Opfer der Bestie, ebenso ein Polizist, der ihnen zur Hilfe eilt. Das Haus ist wieder in den Schlagzeilen und der Einzige, der die Bestie jemals sah und ihrem Zugriff entkam, findet keine Ruhe mehr. Sein neuer Nachbar entpuppt sich als Söldner, der keine Probleme damit hat, sich anheuern zu lassen, um die Bestie zu erledigen, was immer sie auch tatsächlich sein mag.

 

Donna Hayes hat ein ganz anderes Problem: Ihr gewalttätiger Ehemann ist aus dem Gefängnis entlassen worden und sie fürchtet um ihr Leben und das ihrer Tochter. Ihre überstützte Flucht endet im Nebel bei Malcasa Point. Der geistig zurückgebliebene Sohn der Besitzerin des Spukhauses hilft ihnen und bringt sie im einzigen Motel unter, nachdem sie sich nicht in sein eigenes, fensterloses Heim locken ließen.

 

Ihr Mann sucht sich derweil, da er seine Familie nicht vorfindet, ein anderes Spielzeug: Ein Nachbarmädchen. Eiskalt bringt er die Eltern des Mädchens um und benutzt das Kind nach seinen perversen Launen. Aus der Schwester seiner Frau presst er deren Aufenthaltsort heraus.

 

Der Söldner kommt derweil hinter das Geheimnis der Bestie, doch es gelingt ihm nicht, sie zu vernichten, denn sie ist nicht alleine. Donna und ihre Tochter sind damit verdammt, für neue Brut zu sorgen.

 

Und Nachschub bleibt nicht aus: Da sind zum Beispiel die beiden jungen Frauen, die auf der Suche nach dem ehemaligen Geliebten der Einen, den Polizisten, der sein Leben im Horrorhaus ließ, nach Malcasa Point kommen....

 

 

 

Das Blut spritzt in rauen Mengen, die Knochen knacken. Es wird viel rumgeballert und viel vergewaltigt, und alles wird bis zum letzten Blutstropfen genau beschrieben, auch die Vergewaltigungen von Kindern. Splatter vom Feinsten – aber dadurch auch nur für die Fans bluttriefenden Horrors wirklich ein Genuss. Mitleidlos und ohne jedes Happy End auch für lieb gewordene Protagonisten oder die, denen man es wünschen würde.

 

Wer sich lieber bei Andeutungen gruselt ohne das Monster mit jeder Pore beschrieben zu bekommen, oder gern intelligenten Serienmördern auf ihrem minutiös geplanten Vernichtungsweg über die Schultern blicken möchte, ohne dabei beständig eine Gedärmeschau auf dem Silbertablett zu wünschen, der sollte sich anderer Lektüre zuwenden.

 

Der 2001 verstorbene Autor ist Kult, mit diesem Sammelband werden seine Fans beglückt, die gern alles über das Horrorhaus zusammen haben und sich lange und ausgiebig am Stück gruseln mögen. Das Blutbad ist angerichtet.

 

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Der Keller

Autor: Richard Laymon

Broschiert: 1231 Seiten

Sammelband, enthält die drei Horrorhaus-Romane „Der Keller“, „Das Horrorhaus“ und „Mitternachtstour“

Verlag: Heyne (September 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3453433513

ISBN-13: 978-3453433519

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 28.10.2008, zuletzt aktualisiert: 10.08.2020 18:25