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Der kleine Vampir hat Geburtstag von Angela Sommer-Bodenburg

Rezension von Markus K. Korb

 

Vampire sind garstige Ungeheuer, welche des Nachts den Menschen nach dem Leben trachten, indem sie ihm das Blut aus den Adern saugen? Das ist ein Gerücht, dass nicht auf alle Vertreter dieser Gattung der Phantasiegeschöpfe zutrifft. Es gibt zumindest einen Vampir, der lieber Unsinn veranstaltet, als dass er Menschen anfällt. Die Rede ist vom kleinen Vampir Rüdiger, der zusammen mit seinem menschlichen Freund Anton die verrücktesten Abenteuer erlebt, bei denen der Humor nicht zu kurz kommt.

 

Bereits im Jahr 1980 legte die Autorin Angela Sommer-Bodenburg das erste Buch mit dem kleinen Vampir vor und erreichte damit einen überwältigenden Erfolg, so dass die Abenteuer von Rüdiger und Anton bereits in der 25ten Auflage beim Rowohlt Taschenbuch Verlag vorliegen. Sie bewies, dass auch Kinderbücher mit tendenziell unheimlichen Protagonisten von jungen Lesern begierig und ohne Scheu aufgenommen werden können. Dabei ist der kleine Vampir aber durchaus nicht handzahm. Aber gerade durch den „vampirischen“ Blick auf unsere Gesellschaft werden so manche Dinge der Erwachsenenwelt mit Humor entlarvt.

 

Inhalt:

Der kleine Vampir hat Geburtstag und will ihn auch feiern, was eigentlich unmöglich ist, da ein Vampir nicht älter werden kann und er daher immer den Geburtstag feiern müsste, an dem er zum Vampir wurde. Dementsprechend ist es unter Vampiren verboten, Geburtstage zu begehen. Doch Olga von Seifenschwein, eine Pariser Vampirmädchen, hat Rüdiger den Floh ins Ohr gesetzt, und da Rüdiger über beide Ohren in Olga verliebt ist, will er den Plan auch in die Tat umsetzen. Dazu braucht er die tatkräftige Hilfe von Anton, denn innerhalb der Gruft kann er wegen des Feierverbots seine Party nicht steigen lassen.

Anton weiß Hilfe. Er verlegt kurzerhand die Feier in die des Nachts leer stehende Tanzschule. Um Herrn Schwanenhals, den Tanzlehrer, außer Haus zu haben, schenkt ihm Anton ein „Blind Date“ in der Operette „Die Fledermaus“ (wie passend) zusammen mit Tante Dorothee, einer Vampirdame, die das Feierverbot kontrollieren will. Zwei Fliegen mit einer Klappe, denkt sich Anton. Aber ob das „Blind Date“ funktionieren wird...?

Inzwischen steigen Anton und Anna, Rüdigers Schwester, durch ein offenes Fenster in die Tanzschule ein, wo sich bereits Olga, Rüdiger und Lumpi (Rüdigers großer Bruder) befinden. Lumpi hat sich schon einige Gedanken zum Ablauf der Feier gemacht und beginnt mit einem Spielemarathon in Vampirart, was in Anton ein unheimliches Gefühl hervorruft...

 

Kritik:

Wie schon die Vorgängerbücher besticht „Der kleine Vampir hat Geburtstag“ durch seinen Humor, der in eine spannende Geschichte eingepackt ist, welche jüngere Leser mit Lesefieber verschlingen werden. Die Atmosphäre ist nicht allzu düster, obwohl das gewählte Sujet es nahe legt. Somit können die jungen Leser in die Story eintauchen, ohne zu sehr abgeschreckt zu werden. Kinder mit einem Faible für das Unheimliche werden ihre wahre Freude an den Abenteuern des kleinen Vampirs Rüdiger und seines Freundes Anton haben.

 

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Buch:

Der kleine Vampir hat Geburtstag

Angela Sommer-Bodenburg

Broschiert - Rowohlt Tb.

Erscheinungsdatum: 2003

ISBN: 3-499-21171-8

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 14.06.2005, zuletzt aktualisiert: 13.08.2019 20:21