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Der letzte König von Afrika (Nintendo DS)

Rezension von Julia Krause

 

Inhalt

Der König von Mauranien, einem verborgenen Ort inmitten Afrikas hat nicht mehr lange zu leben und bittet seine Tochter das letzte Mal zu ihm zu kommen. Er hat das Land lange regiert, inzwischen ist seine Macht jedoch geschwunden, er müde vom Leben und vom Regieren und ständigen Anschlägen von Rebellengruppierungen ausgeliefert. Anne Smith setzt sich nach einigem Zögern ins nächste Flugzeug, wird jedoch in der Nähe eines Rebellenstützpunktes im Urwald abgeschossen. Zwar überlebt Anne und kommt auch ohne schwere Verletzungen davon, verliert allerdings ihr Gedächtnis. Zur Pflege befindet sie sich im Palast eines reichen Prinzen, der hier gemeinsam mit seinem Harem wohnt. Genau an dieser Stelle greift der Spieler ein und navigiert Anne durch die nächsten Kapitel. Da sie sich nicht mehr daran erinnert wer sie ist, versucht sie zunächst einmal aus dem Palast zu entkommen, was schwieriger ist als gedacht, da sie nicht einfach eine Audienz beim Prinzen bekommt, ohne seine Erlaubnis aber auch nicht gehen kann. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als Dienerinnen zu bestechen und sich schließlich mit den Frauen des Harems in Verbindung zu setzen. Das ist jedoch erst der Anfang.

 

Technik

Man bewegt Anne mithilfe des Touchpens, was aber leider nicht immer ganz einfach ist. Oftmals reagiert sie nicht so wie man es möchte, läuft in die komplett falsche Richtung oder nähert sich nicht dem Objekt, zu dem man sie hinlotsen möchte. Da fragt man sich, was die Entwickler hier angerichtet haben.

Während des Spiels führt man viele Gespräche. Dafür wählt man eventuelle Sätze aus und kann aus den Antworten herausfinden, was man als nächstes tun soll. Diese Gespräche werden schriftlich geführt. Für weitere Aufgaben benötigt man ebenfalls den Touchpen oder das Mikrophon. Wie man es inzwischen aus weiteren Spielen gewöhnt ist, muss man entweder in das Mikrophon hineinblasen, mit dem Touchpen Striche nachmalen oder weitere Interaktionen tätigen um weiterzukommen. Die Graphik ist etwas grob, aber durchaus sehenswert, die Umgebung jedoch etwas detailarm, hier hätte man sich ein klein wenig mehr Mühe geben können. Die animierten Zwischensequenzen und auch der Vorspann sind jedoch eindeutig sehenswert.

 

Spielspaß

Dieses Spiel hat im Grunde alles was man sich nur wünschen kann, eine gute Graphik, eine tolle Geschichte und gute Hintergrundgeräusche, beziehungsweise Musik. Wenn die Technik ein wenig besser wäre, hätte hier ein einmaliges Spielerlebnis stattfinden können, so wird es zum Teil leider sehr mühselig. Glücklicherweise kann man sich im Spiel selbst anzeigen lassen, welche Gegenstände einen an entsprechenden Stellen weiterbringen würden, ansonsten könnte man diese komplett übersehen. Aber auch so bleibt es eine große Herausforderung und eine Zerreisprobe für die Nerven. Es gibt viele Rätsel, die man lösen muss und die haben es in sich. Zwar sind diese abenteuerlich und unterhaltsam, zum Teil aber auch so schwer, dass man kaum weiterkommt und nur der Zufall bei der Lösung helfen kann. Das ist schade und sorgt für viel Frust. Das Spiel kann Spaß machen, wenn man sich darauf einlässt und versucht sich nicht von den ganzen Schwierigkeiten zu sehr stören zu lassen.

 

Alles in allem liegt hier ein Spiel vor, das Nerven kostet und frustriert, obwohl oder vielleicht weil man ihm anmerkt wieviel Potential in ihm steckt. Er hat großartige Rätsel und eine tolle Hintergrundgeschichte zu bieten, der Spieler wird aber an vielen Stellen zu sehr allein und sich selbst überlassen. Wer sich dennoch dafür begeistern kann wie seinen Spaß haben.

 

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Der letzte König von Afrika

von Koch Media GmbH

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: Freigegeben ab 12 Jahren gem. 14 JuSchG

Erscheinungsdatum: 14. November 2008

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 07.01.2009, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47