Der letzte Sonnenengel von Constanze Hoffmeyer

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Verlagsinfo:

Ein Inselreich hoch über der Erde; ein Pavillon aus Elfenbein und Bernstein; ein Engel mit der Kraft der Sonne in sich.

Die Wächterin Amalhya Elissidar ist die Letzte ihrer Art, seit ein schreckliches Inferno ihre Heimat zerstörte. Ihre einzige Gesellschaft ist die Sonne, ihre Tage zerfließen in Einsamkeit – die ein jähes Ende findet:

Im Traum ruft ein Fremder um Hilfe, und ein goldener Adler erscheint. Nicht nur ihre verloren geglaubte Heimat, auch die Erde steht ihr nun offen. Amalhya beschließt, nach dem Fremden zu suchen – und stößt auf ein mächtiges Geheimnis. Das Schicksal der ganzen Welt liegt plötzlich in ihren Händen.

 

Rezension:

Amalhya lebt als Sonnenengel auf einer Wolkeninsel. Brücken zu den anderen Inseln sind kaum noch vorhanden. Um so überraschter ist sie, als nach unendlich langer Zeit ein großer Adler bei ihr auftaucht und sich als Reittier anbietet. Endlich kann Amalhya ihre Wolkeninsel wieder verlassen. Felio lebt bei seinem Volk und geht langsam auf das Alter zu, in dem er als erwachsen gilt. Endlich wird ihm ein ernsthafter Auftrag zugetraut. Doch der verläuft natürlich nicht wie geplant …

 

Dass sich die beiden anfangs sehr unterschiedlichen Handlungsstränge in Constanze Hoffmeyers Fantasy-Geschichte zu einem Ganzen vereinen, dürfte natürlich niemanden überraschen. Die Zusammenhänge, die dabei erkennbar werden, dagegen schon, sind die Protagonisten auf der einen Seite doch ein uraltes gottähnliches Wesen, auf der anderen Seite ein in einer naturnah lebenden Gesellschaft aufgewachsener Junge. Wer da wem helfen muss, scheint auf der Hand zu liegen. Doch da könnte sich der durch vergleichbare Fantasy-Literatur kultivierte Genre-Fan irren. Um eins vorwegzunehmen: Es läuft definitiv nicht auf eine Liebesgeschichte zwischen diesen ungleichen Wesen hinaus.

 

Die Autorin erzählt ihre Story wechselweise aus den Perspektiven der beiden so unterschiedlichen Protagonisten. Das Besondere dieses Buches liegt aber weniger im Stil oder der Erzählweise, sondern in der Andersartigkeit der Geschichte. Hier zeigt sich, dass Kleinverlage (in diesem Fall der Verlag Traum³) viel eher als die bekannten Verlagsriesen bereit sind, auch mal einem Buch, das abseits des Mainstreams liegt, eine Chance zu geben. Das ›übliche Personal‹ klassischer 08/15-Fantasys fehlt hier nämlich komplett.

 

Fazit:

Diese Fantasy verlässt ausgetretene Pfade und spricht damit besonders Fantasy-Fans an, die mal etwas ganz anderes lesen möchten.

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zuletzt aktualisiert: 22.11.2020 18:10 | Users Online
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