Der Mann der nicht geboren wurde (Autor: Tobias O. Meißner; Im Zeichen des Mammuts, Bd. 5)
 
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Der Mann der nicht geboren wurde von Tobias O. Meißner

Reihe: Im Zeichen des Mammuts Bd.5

Rezension von Christel Scheja

 

Mit der „Der Mann, der nicht geboren wurde“ schließt Tobias O. Meißner den ersten großen Handlungsbogen in seinem Zyklus „Im Zeichen des Mammuts“, denn gerade jetzt stehen große Veränderungen bevor, die ihren Anfang bereits in der Vergangenheit genommen haben.

 

Das „Mammut“, die Gruppe, die versucht auf Weisung eines verfluchten aber uralten Magiers, die Welt zu retten, in dem sie von Menschen verursachte Umweltzerstörungen aufzuspüren und aufzuhalten versucht und sich dabei schon mit manchem profitgierigen Widersacher angelegt haben, hat bereits durch die Abenteuer im unterirdischen Reich der Riesen schwere Verluste hinnehmen müssen, denn Hellas der Bogenschütze ist wahnsinnig geworden, der Lichtmagier Eljakozad hat seine Kräfte verloren und Rodraeg Delbane, der Anführer, ist körperlich stark geschwächt.

Als er im Hauptquartier des Mammuts in Warchaim wieder zu sich kommt, erwartet ihn die nächste düstere Nachricht. Eljakozad ist von unbekannten ermordet worden und der Krieger Bestar verschollen. Alles deutet darauf hin, dass es ihm wie Hellas ergangen sein könnte.

Doch das ist nur der erste Schlag.

Kurze Zeit darauf wird der Sohn eines Stadtrats ermordet. Neben seiner Leiche findet man eine Skizze, die das Emblem des „Mammuts“ darstellt und irgendjemand schürt den Verdacht, dass die hochschwangere Schmetterlingsfrau Naenn ihre Finger mit ihm Spiel haben könnte, da die Mordwaffe, eine lange Nadel, eher eine weibliche Tatwaffe ist. Und nicht wenige Menschen in Warchaim sind geneigt, den Worten des Unbekannten, der sich DMDNGW nennt, zu glauben. Allein Hauptmann Endreasis von der Stadtwache steht zu Rodraeg und seinen Leuten.

Das nutzt allerdings auch nicht mehr viel, als der Anführer des „Mammuts“ in den Verdacht gerät, der Mörder zu sein und bereits das nächste Opfer ins Visier genommen haben soll. Rodraeg kann seine Unschuld nicht beweisen. Er ist sich nicht einmal selbst sicher, ob er nur ein Opfer von finsteren Intrigen ihres Feindes ist oder tatsächlich der Täter, denn seine Wahrnehmung und seine Erinnerungen spielen ihm immer wieder einen Streich. So landet er schließlich selbst im Kerker und sieht seiner Hinrichtung entgegen. Die anderen unternehmen alles, um ihn frei zu bekommen, doch bald haben sie selbst massive Probleme, denn jemand setzt das Hauptquartier des Mammuts in Brand.

 

In diesem Band tritt der Naturschutz erst einmal ein wenig zurück, denn nun müssen die Angehörigen des Mammuts selbst um ihr Leben kämpfen und sich auch höchst gefährlichen Intrigen winden. Tobias O. Meißner führt die Intrige im Hintergrund zu einem ersten Höhepunkt und enthüllt die Gegenspieler, die alles dafür tun, um den lästigen Bund ein für alle mal auszulöschen.

Wieder zeigt sich, wie schwach und zerbrechlich das „Mammut“ wirklich ist und gerade das macht es um so spannender mitzuerleben, wie die Helden der Falle doch noch entkommen. Was sich zunächst wie ein Krimi liest entwickelt sich später zu einem actionreichen Abenteuer, das am Ende verlustreich für beide Seiten ist und die Überlebenden nun dazu zwingt, umzudenken und einen neuen Weg für sich und ihre Aufgaben zu finden. Dieser ungewohnte Realismus und die überraschend menschliche Seite der Helden sind das, was neben dem ungewöhnlichen Thema „Naturschutz in einer archaischen Welt“, vor allem den Reiz des Zyklus ausmacht und damit stellenweise mehr als nur oberflächliche Unterhaltung bietet.

 

„Der Mann, der nicht geboren wurde“ ist insofern ein Wendepunkt in den Abenteuern des Mammuts, da der Autor nun sehr konsequent und realistisch die unangenehmen Folgen dessen beschreibt, was das Mammut bisher mit seinen Bemühungen erreicht hat.

Nun müssen sie die Quittung für ihre Taten zahlen, und auch wenn es noch Hoffnung gibt, ist der Preis sehr hoch und hat seine Auswirkungen auf die kommenden Bände des Zyklus, was durchaus neugierig macht.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2024072005484961d7f76b
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Der Mann, der nicht geboren wurde

Reihe: Im Zeichen des Mammuts

Autor: Tobias O. Meißner

broschiert, 368 Seiten

Piper, erschienen April 2008

Titelbild von Sven Dännert und Eigenarchiv Hilden Design, Karte von Erhard Ringer

ISBN-10: 3492266657

ISBN-13: 978-3492266659

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 16.05.2009, zuletzt aktualisiert: 17.07.2024 20:38, 8757