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Der Parzival - Code und die Externsteine von Achim Köppen und Horst Burger

Rezension von Chris Schlicht

 

Rezension:

Gerade als der Archäologe Georg Lang zu einer Forschungsreise nach Norwegen aufbrechen will, erhält er einen merkwürdigen Anruf. Er soll unbedingt sofort Messungen mit seinem Gammstrahlendetektor an den Externsteinen vornehmen. Lang nimmt den Anruf nicht ernst und geht erst einmal seiner Arbeit nach.

Doch der Anrufer lässt nicht locker, so dass Lang neugierig wird und zusammen mit seinem Freund Richard Bauer auf eigene Faust Untersuchungen vornimmt. Tatsächlich lassen die Messungen tatsächlich auf etwas Verborgenes schließen. Jetzt werden die Forderungen nach seinen Ergebnissen lauter und Lang sieht sich in einer weitgreifenden Verschwörung verwickelt.

Mit dem Auftauchen einer geheimnisvollen jungen Frau wird die Sache nicht gerade leichter. Sie behauptet, ihre Schwester sei entführt worden, die auch am Geheimnis der Externsteine forschte. Zusammen mit Lang und Bauer forscht sie weiter, doch auf wessen Seite sie steht, ist nicht klar.

Dann wird Lang unter Druck gesetzt, die Gegner haben seine Tochter entführt....

 

Nichts gegen Klein-, Kleinst- und Selbstverlage, denn auch bei ihnen gibt es echte Perlen zu fischen. Aber man kann auch bei solchen Verlagen ein Mindestmaß an Sorgfalt bei ihren Publikationen verlangen. Das vorliegende Buch erfüllt nur leider optisch eher die Eigenschaften, die immer gern kritisiert werden, sei die Publikation nun im Selbstverlag oder eben von den Kleinen.

Der Drucker ist gut, aber der Titel klingt eher nach einem esoterischen Sachbuch, für einen Roman hätte man sich vielleicht besser etwas Kürzeres oder Eingängigeres gewünscht. Das Coverdesign unterstreicht die Anmutung eines Sachbuches noch. Ein flüchtiger Betrachter würde hier nie einen Roman vermuten. Da wäre ein kleines bisschen mehr Aufwand bei der Grafik gleich viel packender geworden, selbst wenn es nur ein Foto der Externsteine bei schlechtem Wetter gewesen wäre, um es ein bisschen unheimlicher zu machen. Das Gleiche gilt für die vereinzelten Fotos im Innenteil, die sehr klein und grob sind und nicht in einen Roman gehören.

Und es kommt gar nicht gut an, wenn schon im Klappentext, der ja nun sehr kurz ist und eigentlich gar nichts verrät, schon ein Schreibfehler enthalten ist: Exsternsteine, anstelle von Externsteine.

Dazu kommt ein Textlayout, dass es sehr mühsam macht, der Geschichte zu folgen. Dialoge werden ohne jede Trennung in einen Block gepackt, man sieht lediglich an den Ausführungszeichen, wo die eine Rede aufhört und die nächste beginnt. Perspektivenwechsel werden so nicht erkennbar und da auch darauf verzichtet wird, kenntlich zu machen, wer gerade spricht, muss man das gesagte mühsam zuordnen. Überhaupt werden einerseits so gut wie keine Absätze gemacht, wo sie hingehören, andererseits gibt es einzeilige Abschnitte.

 

Gut, Äußerlichkeiten.

 

 

Zum Inhalt:

Der Roman verläuft zweigeteilt. Zum einen wird die Geschichte des Grals um 1190 erzählt, wie er von Jerusalem eben zu den Externsteinen gelangte, andererseits die aktuellen Ereignisse um einen geheimnisvollen Orden und die wahren Gralshüter. So werden häppchenweise die Hintergrundinformationen eingestreut, was die Spannung aufrecht hält.

Das Messverfahren, das hier als Ideengeber beschrieben wird, ist hoch interessant und wird sicher noch so manches Geheimnis der Vergangenheit enthüllen und Stoff für viele Romane bringen. Und die Externsteine sind auch noch nicht in allem vollständig erforscht und bergen sicher noch ein paar Rätsel.

Doch warum in aller Welt muss das Geheimnis der Steine unbedingt schon wieder der Gral sein?

Ein Roman um die ebenfalls beschriebene Wikingeransiedlung hätte sicher auch Leser gefunden, mehr wahrscheinlich, als das schon hundertfach wiedergekäute Thema Templer und Gral. Jetzt liegt er eben bei den Externsteinen und die Templer tummeln sich im Gebiet der Deutschordensritter.

 

Fazit:

Für Genrefans ist dieser Roman sicher eine Erweiterung des Horizontes, ansonsten hat man das alles irgendwie schon einmal in irgendeiner Form gelesen.

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Eure Meinung:

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Achim Köppen
Samstag, 25. September 2010 10:26 Uhr
Der Roman der Parzival - Code und die Externsteine geht auf eine Idee des Diplom Ingenieurs und Hobby Archäologen Horst Burger zurück, der bei diesem Roman als Co - Autor und Verleger auftritt. Er nahm im Dezember 2008 mit mir Kontakt auf und unterbreitete mir den Vorschlag über die Externsteine einmal einen phantastisch, mystisch angehauchten Abenteuerroman mit wissenschaftlichem Hintergrund zu schreiben, in dem die zentralen Figuren die beiden Forscher Georg Lang und Richard Bauer sein sollten ( neben dem Tempelritter Philipp).
Der Roman beruht, zum Teil, auf wahre Begebenheiten: Horst Burger hatte selber Messungen an den Externsteinen vorgenommen, war auf merkwürdige Messergebnisse gestoßen und ein seltsamer Germanen – Verein, interessierte sich plötzlich ebenfalls für diese Ergebnisse.
Die übrige Geschichte von der Geheim - Organisation ist natürlich frei erfunden. Trotzdem bleiben die Messergebnisse von Horst Burger, an den Steinen ein ungelöstes Rätsel. Das dies alles in abgewandelter Form auch schon in anderen, Romanen bekannter Autoren vorkam, war uns von Anfang an bewusst.
Es kam uns vielmehr darauf an zu zeigen, dass man als Ausgangspunkt eines solchen Romans auch in der Provinz, abseits der großen und bekannten Orte, wie zum Beispiel dem Louvre in Paris oder dem Vatikan in Rom, spannende und unter Umständen weitreichende Entdeckungen machen kann.
Leider wurde dann beim Lektorat und Druck des Romans geschludert. Was ich als Hauptautor für sehr bedauerlich halte. Ich selber habe das Manuskript in ordentlichem Zustand an der Verlag weitergegeben. Das heißt das Textlayout passte und auch die Trennungen der Text und Sinnabschnitte war ordnungsgemäß von mir vorgenommen worden. Die Sätze in wörtlicher Rede z. B. standen immer am Anfang jeder Zeile.
Leider ist das Ganze dann von Verlag und Druckerei nicht umgesetzt worden.
Falls es eine zweite Auflage vom Parzival - Code geben sollte, werde ich in jedem Fall darauf achten das im Bereich Text, sowie auch in allen übrigen Bereichen keine Fehler mehr vorkommen.

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Buch:

Der Parzival - Code und die Externsteine

Autoren: Achim Köppen und Horst Burger

Illustrator: Gerhard Kroos

Taschenbuch, 180 Seiten

Oktober 2009

 

ISBN-10: 3000284753

ISBN-13: 978-3000284755

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 09.09.2010, zuletzt aktualisiert: 10.08.2020 18:25