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Der Preis der Magie

Reihe: Doctor Strange Band 1

 

Rezension von Ingo Gatzer

 

Rezension:

In wenigen Tagen kommt mit „Doctor Strange“ ein weiteres Werk des Marvel Cinematic Universe in die Kinos, nachdem der Magus bereits 1978 sein filmisches Debüt gefeiert hatte. Kein Wunder, dass die Verlage Marvel bzw. Panini derzeit mehrere Comics auf den Markt bringen, in deren Zentrum der mystische Doktor steht. Eines davon ist der „Doctor Strange: Band 1: Der Preis der Magie“. Der Sammelband umfasst die ersten fünf Teile der neu gestarteten US-Serie „Doctor Strange“, die in den USA zwischen Dezember 2015 und April 2016 erschienen.

 

Dem Magier ist nichts zu schwer: Dr. Strange schlägt sich mit Bedrohungen herum, die die meisten Sterblichen nicht einmal wahrnehmen können und residiert als für wunderlich gehaltener Okkultist in einem merkwürdigen Haus im New Yorker Stadtteil Greenwich Village. Dabei bezahlt er für den Einsatz seiner magischen Fähigkeiten jedoch einen hohen Preis. Doch was wird nötig sein, wenn er einer völlig neuen Gefahr trotzen will, die die Magie unbarmherzig ausmerzen möchte und bereits mehrere Oberste Magier vernichtet hat?

 

Die Storyline stammt von Jason Aaron, der durch seine Werke „The Other Side“ und „Scalped“ bekannt geworden ist, bevor ihm Marvel unter anderem für „Wolverine“ engagierte und in „Thor – Gott des Donners“ die Verhältnisse kräftig umkehren ließ. Der US-Amerikaner zeigt eine Seite des Mystikers Doctor Strange, die in früheren Veröffentlichungen kaum eine Rolle spielte, nämlich seine komische. Das ist zum größten Teil sehr erfrischend und gleitet nur recht selten in billigen Klamauk ab. Das liegt auch am reizvollen Kontrast mit phantastischen Ereignissen und dem aufziehenden Sturm, der alles Magische hinwegzufegen droht. Auch für Spannung ist gesorgt, nicht nur wegen des offenen Endes sowie verschiedener Klimaxe und Überraschungen. Die Machart erinnert etwas an Vorbilder wie Jim Butchers „Harry Dresden“ oder DCs „John Constantine“, was allerdings dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. Denn Aaron kreiert mit Story und Figur auch genug Eigenes. So sehen die Bedrohungen, denen sich Harry Dresden stellen muss, deutlich anders aus und Stephen Strange ist eben kein Anti-Held wie John Constantine. Zudem erschafft der Autor mit der Bibliothekarin Stanton und dem Diener Wong interessante Nebenfiguren. Der eigentliche Antagonist von Doctor Strange bliebt hingegen im ersten Sammelband noch etwas blass.

 

Mit der visuellen Umsetzung hat Marvel Chris Bachalo („Spiderman“, „Avengers“) und Kevin Nowlan („Tomorrow Stories“, „Moon Knight“) beauftragt. Gelungen ist die Idee, die Vorgeschichte von Doctor Strange kompakt auf einer Seite zu zeigen und dabei auf einen klassischen Zeichenstil zurückzugreifen. Auch das Spiel mit Schatten und die Gestaltung der übernatürlichen Wesen weiß zu gefallen. Dafür ist die Mimik und Gestik der Figuren oft nicht optimal geraten. Zudem wirken einige Hintergründe lieblos gestaltet.

 

 

Fazit:

Wer Lust auf eine spannende, phantastische und erfrischende Story hat sowie bereit ist, dem mystischen Magier auch eine komische Seite abzugewinnen, ist mit „Doctor Strange: Band 1: Der Preis der Magie“ gut bedient, auch wenn die Optik stellenweise etwas enttäuscht.

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Eure Meinung:

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Comic

Der Preis der Magie

Reihe: Doctor Strange Band 1

Autor: Jason Aaron

Zeichner: Chris Bachalo, Kevin Nowlan

Erscheinungsdatum: Oktober 2016

 

ISBN-10: 3957988535

ISBN-13: 978-3957988539

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 16.10.2016, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:40