Neben der regulären The Witcher-Reihe, die neue Geschichten erzählt, erscheinen auch immer wieder Einzelbände, die die frühen Kurzgeschichten von Sapkowski umsetzen. Das ist auch bei Der Rand der Welt der Fall.
Zusammen mit seinem Freund, dem Barden Rittersporn reist Geralt von Riva in ein verschlafenes und idyllisches Dorf am Rande der bekannten Welt. Von dort aus hat man ihn um Hilfe gerufen, setzt doch ein Monster den Bewohnern irgendwie zu.
Auf der Suche nach der Kreatur geraten die beiden allerdings schon bald in ziemliche Schwierigkeiten, weniger durch den, der Ärger macht, als durch die Elfen, die den Sterblichen sehr düster gesonnen sind.
Kurzgeschichten eignen sich durch ihren geringen Umfang gut für die Adaption in Comics, da sie zum einen nicht sonderlich in die Tiefe gehen, zum anderen auch so gut wie ohne Kürzungen adaptiert werden können.
Und das scheint auch hier der Fall zu sein. So erhalten die Spitzfindigkeiten Rittersporns ebenso ihren Raum wie die ruhigen Momente vor der Jagd, in denen sich der Held und sein Begleiter erst einmal ein Bild von der Situation machen.
Dabei geht es geruhsam und mit viel Details fürs Auge vor sich, auch die Konfrontation mit den Elfen kann in voller Länge gezeigt werden. Und wie so oft zeigt sich, das das, was sie jagen sollten eigentlich auch nicht so schlimm ist, wie gewisse andere Gegner.
Die Geschichte wird genau so bodenständig wie in der Originalvorlage umgesetzt und bietet einen interessanten Einblick in den geerdeten Kosmos des Witchers. Verstehen kann man das Geschehen auch ohne Vorkenntnisse, so dass sie sich wunderbar zum Einstieg eignet.