Als Nicky ein Stipendium für die Ashfield Academy erhält, muss sie alleine mit Bahn und Bus anreisen, denn ihre Eltern können den familieneigenen Imbiss nicht schließen. Schon am Anreisetag missfällt ihr das elitäre Abendessen. Dann hört sie auch noch Sachen, die außer ihr niemand hört. Und dann verschwinden Schüler …
Die Jugend-Urban-Fantasy-Reihe, die Sophie Oldenstein mit diesem Band an den Start bringt, bedient sich der im Genre beliebten Ausgangssituation, dass ein junger Mensch mehr oder weniger überraschend auf ein Internat kommt. Das Besondere in dieser Hinsicht ist hier, dass es sich bei der Ashfield Academy um keine direkt magische Schule handelt. Viele Schüler besuchen diese Schule nur, weil sie eben ein elitäres Internat ist. Nur ein Teil der Schüler ist magisch begabt, ohne dass die anderen Schüler oder Lehrer davon wissen. Stipendien werden allerdings genau an diese vergeben, denn die Schule befindet sich auf einem alten Klostergelände, auf dem es eine starke magische Quelle gibt.
Natürlich stehen die magisch Begabten auch im Fokus der Handlung. Auffällig ist, dass der Leser das genaue Alter der Protagonistin, die auch über ein magisches Talent verfügt, ohne es bisher bemerkt zu haben, nie erfährt. Lediglich aus den Altersangaben von Mitschülern kann man schlussfolgern, dass Nicky 12 oder 13 sein muss.
Darüber hinaus kommen natürlich alle Elemente vor, die man aus derartigen Internats-Geschichten kennt. Fans dieses Sub-Genres werden sicher nicht enttäuscht werden, denn die Handlung entwickelt sich interessant und eigenständig, ohne Vorbilder zu kopieren. Da darf man auch die Fortsetzungen sicher gespannt sein.
Die Autorin setzt ihre junge Protagonistin als Ich-Erzählerin ein, womit der Leser immer nah an deren aktuellen Wissensstand bleibt.